Eltern versuchen alles, wenn sie nicht wissen, wie sie ihrem Baby beim Einschlafen helfen können – Schlaflieder singen, sanft den Rücken massieren, Kinderbücher vorlesen. Aber “helfen” ist das entscheidende Wort, vor allem wenn es darum geht, sehr kleine Kinder in den Schlaf zu bringen. Diese Methoden sind Einschlafhilfen, nicht im chemischen Sinne, aber sie können ein Baby zum Einschlafen bewegen. Sie sind keine Beruhigungsmittel. Eltern sollten nicht erwarten, dass sie auf diese Weise wirken.

“Bei Neugeborenen ist alles möglich”, lacht Dr. Howard Reinstein, klinischer Lehrer am Children’s Hospital Los Angeles tätig ist. “Bei jungen Säuglingen in den ersten zwei bis drei Lebensmonaten ist es schwer, sie zum Schlafen zu bringen. Je jünger sie sind, desto unorganisierter sind sie: Sie essen und schlafen nach Bedarf und nicht wirklich nach einem Zeitplan, deshalb ist es schwierig.

Wie man einem Baby beim Schlafen hilft

  • Finde heraus, was deinem Kind gut tut, sei es ein Schlaflied oder ein Kinderbuch, und halte dich daran.
  • Erhöhe die Aktivitäten vor dem Schlafengehen, wie z. B. einkaufen gehen oder die Bauchzeit, um das Baby müde zu machen.
  • Hilf deinem Kind dabei, eine Assoziation zwischen einem Gegenstand oder einer Bewegung und dem Einschlafen zu entwickeln, als Teil einer Schlafenszeit-Routine.
  • Wenn du einmal eine Schlafenszeit-Routine eingeführt hast, solltest du nicht mehr davon abweichen.

Das heißt aber nicht, dass es keine Hoffnung gibt. Der Schlüssel, sagt Reinstein, ist eine Art Routine oder Ritual, bei dem eine bestimmte Tätigkeit mental mit der Schlafenszeit verbunden wird.

“Führe ein Einschlafritual ein – ein Buch lesen, ein Bad nehmen, wenn das Kind sich dabei entspannt, Schlaflieder singen – und schaffe eine Routine, die dem Kind signalisiert, dass es Zeit ist, zur Ruhe zu kommen und schlafen zu gehen”, sagt er.

Körperliche Aktivität ist ebenfalls hilfreich, aber im Säuglingsalter ist die Mobilität des Kindes noch stark eingeschränkt. Dennoch bieten einfache Handlungen wie ein Spaziergang im Kinderwagen oder sogar ein Einkaufsbummel reichlich geistige Anregung, was ein Kind ermüden kann. Auch die Bauchzeit kann zu einem müden Kind führen.

Kinder können auch so “programmiert” werden, dass sie bestimmte Gegenstände, Geräusche oder Handlungen mit Müdigkeit in Verbindung bringen. Ein bestimmtes Kuscheltier, das regelmäßig vor dem Schlafengehen ins Bett gebracht wird, ein bestimmtes Lied oder sogar bestimmte Sätze, die signalisieren, dass es Zeit fürs Bett ist, können dazu führen, dass ein Kind schläfrig wird und sich auf den Schlaf vorbereitet. “Wenn das Kind mit zunehmendem Alter eine Bindung zu etwas aufbaut, kann es sich damit selbst beruhigen, was mit dem Gefühl verbunden ist, schläfrig zu werden und einzuschlafen”, sagt Reinstein.

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Was die Fütterung angeht, gibt es den Irrglauben, dass Muttermilch eine beruhigendere Wirkung auf das Kind hat als Muttermilch. Das ist laut Reinstein ein Irrtum. Durch die lange Tragezeit von Muttermilch fühlt sich das Kind länger satt, was in der Regel zu mehr Schlaf führt.

“Muttermilch entleert sich schneller aus dem Magen als Milchnahrung”, sagt Reinstein. “Wenn Babys die Milchnahrung im Magen haben, haben sie länger das Gefühl, gesättigt zu sein. Normalerweise schlafen Babysmit Muttermilch länger.”

Reinstein betont, dass der Schlüssel zu einem gesunden Schlaf darin liegt, eine Routine zu entwickeln und diese so regelmäßig wie möglich einzuhalten. Mit etwas Übung, Geduld und Disziplin wird ein Kind vorhersehbar schläfrig, so dass die Eltern ihre Freizeit (und ihren Mittagsschlaf) entsprechend planen können.

“Es ist ein Unterschied, ob man ein Kind schläfrig macht oder ihm beibringt, ein guter Schläfer zu sein. Es gibt einen Prozess, bei dem du ihnen beibringen kannst, besser zu schlafen”, sagt Reinstein. “Wenn sie etwas älter werden, kannst du einen Zeitplan und einen Zyklus erstellen.

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