Für viele Eltern kann es ein Rätsel sein, einen Schlafplan für 3 Monate alte Babys aufzustellen. Das liegt daran, dass der Schlaf des Babys ohne Sinn und Verstand zu erfolgen scheint. Für manche Eltern bleibt ihr Baby die ganze Nacht wach und schläft den ganzen Tag. Für andere Eltern schläft das Baby nicht, obwohl es nachts unruhig durchschläft. Das alles kann dazu führen, dass sich die Mittagsschlafzeit für das Baby chaotisch und stressig anfühlt. Aber mit etwas Planung, Ausdauer und Konsequenz kann der Mittagsschlaf weniger zu einer lästigen Pflicht und mehr zu einem Triumph werden.

Warum macht mein Baby kein Nickerchen?

Es gibt einige Gründe, die den Schlafrhythmus eines Kindes stören können. Der wichtigste Grund ist, dass Babys in den ersten Monaten ihres Lebens lernen müssen, wie sie die Nacht vom Tag unterscheiden können.

“Babys können den Tag nicht von der Nacht unterscheiden, weil sich ihr Gehirn noch nicht daran gewöhnt hat, dass es zu bestimmten Tageszeiten hell und zu anderen dunkel ist”, erklärt Dr. Bernhard Heiland.

Wie du deinem Baby zu einem planmäßigen Schlaf verhilfst

  • Sorge dafür, dass dein Baby den Unterschied zwischen dem hellen, lauten Tag und der ruhigen, dunklen Nacht kennt, indem du die Umgebung dem Tag und der Nacht anpasst.
  • Entwickle eine Routine, die dem Baby signalisiert, dass es bald Zeit für den Mittagsschlaf ist, z. B. Windelwechsel, eine Geschichte und Fütterung.
  • Es ist in Ordnung, ein schlafendes Baby zu wecken, um den optimalen Zeitplan einzuhalten, vor allem, wenn das bedeutet, dass das Baby gefüttert werden muss und alle anderen schlafen können.

Diese Verwirrung kann dazu führen, dass die Babys die ganze Nacht wach sind und essen und den ganzen Tag schlafen. In der Zwischenzeit bleibt den Eltern keine Zeit mehr, um etwas Schlaf zu finden, was für alle im Haus von entscheidender Bedeutung ist. Am besten ist es, dem Baby beizubringen, die Nacht vom Tag zu unterscheiden.

“Wenn es tagsüber ist, sollten wir versuchen, uns in hellen Räumen aufzuhalten. Außerdem sollte es mehr Lärm geben, denn tagsüber ist es meist lauter”, erklärt Heiland. “In der Nacht sollte es dunkel und ruhig sein.” Letztendlich fördert diese Regelung, dass Babys tagsüber ein leichtes, kurzes und erholsames Nickerchen machen und nachts ruhig schlafen.

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So entwickelst du einen Schlafplan

Nach etwa zwei Monaten, in denen sie sich nach dem Baby richten, so Heiland, können die Eltern beginnen, den Schlafrhythmus des Babys an ihre eigenen Bedürfnisse anzupassen. Besonders hilfreich ist es, wenn die Eltern eine Schlafroutine entwickeln – im Wesentlichen eine Reihe von Signalen, die dem Baby zeigen, dass es Zeit für ein Nickerchen ist.

“Dazu könnte ein Windelwechsel gehören, ein kurzes Kuscheln, ein kurzes Buch lesen und eine letzte Fütterung, bevor wir einschlafen”, erklärt Heiland. Wenn Eltern auf ein langes Nickerchen hoffen, kann es hilfreich sein, dem Kind vor dem Schlafengehen ein paar zusätzliche Kalorien zuzuführen. “Wenn das Baby beim Essen vor dem Mittagsschlaf einschläft, solltest du es wecken und aufwecken. Dann gibst du ihm heimlich zusätzliche Kalorien, indem du die Mahlzeit wieder aufnimmst”, sagt Bouchard.

Das mag einige Eltern abschrecken, die schon einmal gehört haben, dass man ein schlafendes Baby niemals wecken sollte. Aber es ist wirklich nichts falsch daran, ein schlafendes Baby zu wecken, wenn es bedeutet, dass am Ende alle mehr Schlaf bekommen. Das gilt vor allem dann, wenn das Baby tagsüber so viel schläft, dass es das Füttern verpasst, was dazu führen kann, dass es nachts wach und hungrig ist und einen schlechten Schlafzyklus aufrechterhält.

“Es ist in Ordnung, ein schlafendes Baby zu wecken, wenn das bedeutet, den Schlafrhythmus zu optimieren”, erklärt Bouchard. “Wenn dein Baby mitten am Nachmittag drei Stunden geschlafen hat und du es füttern musst, ist es in Ordnung, das Baby zu wecken”.

Wie viel Zeit brauchen Babys für ein Nickerchen?

Ein Baby macht normalerweise drei bis vier Nickerchen am Tag. Diese verteilen sich auf den frühen und späten Morgenschlaf sowie den frühen Nachmittag und den Abendschlaf. Jedes dieser Nickerchen dauert etwa 30 bis 90 Minuten.

Es ist nicht schlimm, so viele Nickerchen zu machen, solange sie relativ gleichmäßig sind. Das Wichtigste ist, dass das Baby zwischen den Nickerchen so aktiv wie möglich bleibt. Das wird dem Baby helfen, nachts zu schlafen.

Wenn ein Baby ernsthafte Probleme hat, entweder zu viel oder zu wenig zu schlafen, sollten Eltern nicht zögern, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Kinderarzt oder eine Kinderärztin wird dir gerne helfen.

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