BeimLesen im Kindergarten geht es weniger um das eigentliche Lesen als um das Suchen und Erkennen von Wörtern. Aber wenn Kinder 4 Jahre alt sind, sind sie in der Regel mit dem Lesen vertraut und beschäftigen sich damit, vor allem, wenn das Lesen oder Lesespiele Teil des Familienrituals sind, auf das sich das Kind freut. Viele Kinder sind zu Beginn ihrer Schulzeit bereit, im Kindergarten Bücher zu lesen, weil ihnen jahrelang vorgelesen wurde. Und das, so stellt sich heraus, ist eigentlich der erste Schritt, um einem Kindergartenkind überhaupt beim Lesen zu helfen.

“Die Eltern vor der Schule haben viel damit zu tun, wie sich das Interesse der Kinder entwickelt. Die Erfahrungen, die Kinder vor der Schule machen, haben einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Liebe zum Lesen”, sagt Dr. Angela Baum, aßerordentliche Professorin für frühkindliche Bildung an der University of South Carolina. “Wenn Kinder sehen, dass wir zum Vergnügen lesen, lernen sie, dass Lesen Spaß macht.

Aber wenn ein Kind im Kindergartenalter selbst in die Welt des Lesens eintritt, gibt es viele, viele Dinge, die Eltern tun können, um die Lektionen auch außerhalb des Klassenzimmers fortzusetzen. Zum Glück sind viele davon lustige, intuitive, alberne Lesespiele für den Kindergarten, die fantastische Möglichkeiten zur Bindung schaffen.

“Spiel Spiele mit Wörtern. Singt viele Lieder. Lies viele Bücher”, sagt Baum. “Wenn ihr im Auto unterwegs seid, sucht nach allem, was mit ‘A’ oder dem ah-Laut beginnt. All das fördert nicht nur die Lesefertigkeit, sondern auch den Spaß am Lesen.”

Es hilft auch, wenn Eltern sich mit ihren Kindern mit Themen beschäftigen, die sie wirklich interessieren. Aber es ist auch wichtig, dass Eltern diese Interessen unterstützen, anstatt bestimmten Büchern mehr Bedeutung beizumessen als anderen. Im Kindergartenalter ist jede Gelegenheit zum Lesen eine Lernerfahrung.

“Gutes Lernen sieht für jeden anders aus. Wir wollen nicht sagen: ‘Oh, du bist zwar sehr interessiert daran, Graphic Novels zu lesen, aber das ist keine hochwertige Literatur'”, sagt Baum. “Wenn es das ist, was das Kind liebt, ist das gutes Lernen.

Unabhängig davon, was sie lesen, empfiehlt Baum den Eltern, das so genannte Scaffolding anzuwenden. Darunter versteht man, dass Eltern ein angemessenes Maß an Unterstützung bieten, aber dem Kind trotzdem erlauben, Probleme selbst zu lösen. Das erfordert viel Geduld und Diskretion, aber es ist ein wichtiger Teil des Lernens, dem Kind die Möglichkeit zu geben, mentale Blockaden zu überwinden, und die Freude des Kindes zu sehen, wenn es endlich ein großes Wort – oder sogar ein kleines, mit dem es sich abmüht – durchbricht, ist sehr lohnend.

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“Wenn ein Kind dir vorliest, bleibt es vielleicht bei einem Wort stecken. Anstatt einfach zu sagen: ‘Hier ist das Wort’, sag: ‘Wie klingt der erste Buchstabe? “, sagt Baum. “Irgendwann werden sie das von alleine tun können. Es ist wichtig, darauf zu achten, wo dein Kind steht, damit du weißt, wie viel Unterstützung es braucht. Das kannst du erreichen, indem du mit ihnen Zeit beim Lesen verbringst und ihnen die Möglichkeit gibst, es zu tun.”

Einem Kind zu erlauben, seine Fähigkeiten zur Schau zu stellen, ist ebenfalls wichtig für seinen Lernprozess. Es gibt einen Grund, warum viele Kinder gerne laut lesen: Sie sind stolz darauf. Aber es ist auch sehr hilfreich für ihre kognitive Entwicklung, wenn sie Dinge laut aussprechen können. Eine Möglichkeit, sie auf dieses Niveau zu bringen, ist laut Baum, die Vorlesestunde in ein Duett zu verwandeln, bei dem Eltern und Kind sich von Seite zu Seite austauschen oder die Eltern die Geschichte ändern, um zu sehen, ob das Kind ihr folgen kann. So können sich die Kinder konzentrieren und zuhören und haben gleichzeitig die Möglichkeit, sich auszuprobieren.

“Ich möchte betonen, dass ich auch bei meinem 10-Jährigen immer noch versuche, ihm vorzulesen. Der Nutzen davon geht nicht verloren, wenn die Kinder älter werden”, sagt Baum. “Ersetze das Vorlesen nicht durch das Lesen mit. Teile die Verantwortung für das Lesen: Lies abwechselnd. Das ist eine lustige Erfahrung für Eltern und Kinder.”

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