Die Angst vor Entwicklungsschritten motiviert Eltern dazu, die Bewegungen ihres Babys sehr, sehr genau zu beobachten. Was sehen sie? Nicht wirklich viel. Untersuchungen zufolge lernen Kinder, sich in ihrem eigenen Tempo zu bewegen, was zum Teil von der Kultur beeinflusst wird, in der sie aufwachsen. Das heißt aber nicht, dass du dein Kind nicht zur Bewegung ermutigen solltest. Wenn die Ermutigung zur Bewegung etwas ist, das die Eltern beruhigt und ihrem Kind Spaß macht, ist es in Ordnung, wenn du versuchst, dein Kind mobil zu machen. Du kannst sogar einige spezielle Strategien anwenden, um die Bewegung zu fördern. Allerdings solltest du dabei auch gelassen bleiben.

Dr. Karen Adolph untersucht, wie Babys ihre Bewegungen über Hindernisse wie Abhänge, Schrägen, Lücken und Brücken steuern. Deshalb ist es für sie wichtig, dass sich die Babys nicht nur einmal, sondern dutzende Male unter neuen Versuchsbedingungen bewegen. Sie muss die Kinder z. B. dazu bringen, kleine und große Lücken in ihrem Weg zu überwinden oder flache und steile Abhänge und große und schmale Vorsprünge zu überwinden. Da Babys nun mal so sind, wie sie sind, hilft es Adolph natürlich, wenn sie einen “Trick” im Ärmel ihres Laborkittels hat. Die Technik, so erklärt sie, hängt vor allem mit der Nähe der Eltern und einem begehrten Objekt zusammen.

Der Köder

Ein wichtiger Aspekt ist, was die Eltern anbieten, um die Bewegung zu motivieren. Es gibt zwar kein Patentrezept, das bei jedem Baby funktioniert, aber Adolph sagt, dass bestimmte Karotten (manchmal buchstäblich gekochte Karotten) besonders effektiv sind. Erstens sollte es ein Gegenstand sein, den das Baby mag, sei es ein Spielzeug oder ein Snack. Zweitens sollte er niedrig am Boden liegen, denn Babys, die noch nicht krabbeln oder krabbeln, haben es schwer, ihren Kopf nach oben zu neigen, um etwas Großes oder Hochliegendes zu sehen.

Ermutigung zum Rollen

Ein bodennahes, helles und lautes Spielzeug kann gut funktionieren, um ein Baby zum Rollen zu bewegen. Aber die Positionierung ist entscheidend. Wenn Kinder auf dem Rücken liegen, sollten die Eltern das Spielzeug seitlich neben den Kopf des Babys legen, im Wesentlichen schräg zum Scheitel. “Du willst, dass es den Kopf dreht, den Oberkörper verdreht und dann ein Bein anzieht, um sich auf den Bauch zu legen.

Auch interessant:  Wie man die Haut eines Kleinkindes pflegt

Kraulen

Die Position und die Nähe des Motivationsobjekts ist auch für die Menschen nach dem Kraulen sehr wichtig. “Wenn du willst, dass sie sich bewegen, würde ich nicht quer durch den Raum stehen, ein Spielzeug halten und klatschen”, erklärt Adolph. “Wenn du das Spielzeug ein paar Schritte von ihm entfernt aufstellst, wird es zu ihm gehen.”

Diese Technik funktioniert besonders gut, um Kinder zum Krabbeln zu bringen. Wenn sie auf Händen und Knien gehen können und ein Spielzeug gerade außer Reichweite ist, werden sie sich wahrscheinlich danach stürzen. Aber jeder Bewegungsapparat ist anders, genauso wie jedes Kind. Deshalb sehen Eltern vielleicht kein typisches Krabbeln. Vielleicht sehen sie fadenscheinige Bewegungen oder etwas, das eher so aussieht, als würde das Baby seinen Körper, einschließlich seines Gesichts, nur mit den Armen über den Boden ziehen. Es ist vielleicht nicht gerade anmutig, und tatsächlich hat Adolph “Unmengen” von Variationen des Krabbelns gesehen.

Krabbler anlocken

Krabbler kommen gut damit zurecht, sich zu einem Spielzeug zu bewegen, das sich zum Beispiel auf einem Sofakissen in Reichweite befindet. Für angehende Laufanfänger ist es an der Zeit, von einem Elternteil zum anderen zu wechseln. Es ist aber nicht nötig, an entgegengesetzten Enden des Wohnzimmers anzufangen. Ein Elternteil, der ein oder zwei Schritte entfernt ist und fröhlich ermuntert, sollte ausreichen, um ein Kind zu den ersten Schritten zu bewegen.

All das hat natürlich einen großen Nachteil. “Trotz all dieser Tricks muss das Baby einfach bereit sein”, sagt Adolph. “Biete ihm einfach etwas an. Wenn sie dazu bereit sind, werden sie es tun.”

Mitarbeiter