Ein neues Kind zu bekommen ist ein bisschen wie Jurassic Park. Man freut sich, bis die Mutanten aus ihren Käfigen ausbrechen – dann heißt es rennen, schreien und beißen. Wenn Babys zu Kleinkindern werden, werden die Methoden und Verhaltensweisen immer komplexer (schlaues Mädchen), aber wenn ein Schuhputzer aus Pawnee, Indiana, Dinosaurier zähmen kann, dann kannst du auch herausfinden, wie man ein Kind diszipliniert. Und das wirst du auch müssen, denn jeder junge Velociraptor springt irgendwann über den Zaun.

Es gibt so viele verschiedene Arten der Disziplinierung, wie es Eltern gibt, aber in den Grundzügen scheinen sich die Experten einig zu sein : Du musst deinem Kind immer wieder Liebe und Vertrauen entgegenbringen, deine Erwartungen klar formulieren und flexibel und kooperativ sein, um sie zu erfüllen. Einfach, oder?

Laut der Erziehungsberaterin Dr. Erica Reischer gibt es:

3 Gründe, warum Eltern in diesen Situationen inkonsequent werden

  1. Du bist unaufmerksam und merkst nicht, dass du anders reagierst als beim letzten Mal.
  2. Du willst die Konsequenzen, die du festlegen wolltest, nicht durchsetzen.
  3. Du kannst die Konsequenzen aufgrund des Timings oder des Kontextes nicht durchsetzen.

Inkonsequenz ist ein Signal an dein Kind, dass du vielleicht anders reagierst, wenn es das nächste Mal die Kartoffel quer durch die Küche wirft. Wenn du immer auf die gleiche Weise reagierst, werden sie lernen, anders zu handeln. So kannst du das erreichen:

  • Belohne gutes Verhalten. Offensichtlich, aber wirkungsvoll, denn das schafft Anreize für mehr gutes Verhalten.
  • Nutze die natürlichen Konsequenzen von schlechtem Verhalten. Natürlich in einem vernünftigen Rahmen. “Lauf nicht da rüber, sonst fällst du von der Klippe” ist keine vernünftige natürliche Konsequenz. “Zieh deine Hose an, sonst darfst du kein Eis essen gehen”, ist völlig angemessen. Kinder lernen nur durch Konsequenzen.
  • Sei respektvoll. Vor deinem Kind, auch wenn es sich wie ein schief gelaufenes Genexperiment verhält, und vor dir selbst, wenn du es vermasselst. Denn du wirst es vermasseln. Noch einmal: Konsequenz ist der Schlüssel.

Noch ein Wort zur Prügelstrafe: Ein Schlag auf den Kopf gilt nicht als “natürliche Konsequenz schlechten Verhaltens”. Die Daten belegen das. Schläge können Kinder aggressiver machen, ihnen beibringen, dass es in Ordnung ist, jemanden zu schlagen, den du liebst, und sich schnell in etwas viel Schlimmeres verwandeln, wenn du erhitzt bist.

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Deine Kinder werden deine Geduld und dein Temperament auf die Probe stellen – und manchmal auch deinen Verstand. Angesichts dessen konsequent zu bleiben, ist entmutigend, aber es ist deine Aufgabe. Sie handeln nur nach ihrem Instinkt, der Teil ihres natürlichen Lernprozesses ist. Das Leben findet schließlich einen Weg.

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