Achtsamkeit ist aus gutem Grund das Schlagwort unserer Zeit. Was gibt es Wertvolleres als etwas Zeit allein mit deinen Gedanken? Sehr wenig, vor allem, wenn man die digitalen Geräte dabei hat. Wenn du dein Handy dabei hast, bist du nie allein. Es ist nur allzu leicht, dass ein schneller Social-Media-Check einen erholsamen Moment für dich in ein Gewusel von Fremden verwandelt. Mit anderen Worten: Achtsamkeit ist heute ohne digitale Achtsamkeit nicht möglich. Aber wie kommst du dahin?

Die digitale Achtsamkeit in deinen Alltag einzubauen, ist ein guter erster Schritt. Es ist auch wichtig, dass du deine Kinder zu einem gesunden digitalen Leben erziehst. Das bedeutet, dass sie an ihrer Impulskontrolle arbeiten, Zeit auf hochwertigen Websites verbringen und generell ein digitales Leben führen, das ihr nicht-digitales Leben ergänzt und nicht beeinträchtigt. Hier sind fünf Möglichkeiten, um den Weg zur digitalen Achtsamkeit zu gehen.

Beobachte die Quantität und Qualität der Bildschirmzeit. Dann setze Grenzen.

Stundenlanges, gedankenloses Scrollen? Schlecht. Den Computer nutzen, um mit der Familie zu chatten, an Schulaufgaben zu arbeiten oder sich über aktuelle Ereignisse auf dem Laufenden zu halten? Gut. Auch wenn Eltern versucht sein könnten, die Bildschirmzeit einfach zu begrenzen, werden sich Kinder eher bestätigt fühlen (und lernen, sich selbst zu kontrollieren), wenn ihr euch als Familie zusammensetzt, euch anschaut, wie ihr eure Zeit online verbringt, und Grenzen festlegt, denen alle zustimmen können. Mit Tools von Apple Geräten oder das von Google Family könnt ihr dann Grenzen für bestimmte Apps und Websites setzen, um die Versuchung von “noch fünf Minuten” in Schach zu halten.

Mach das Internet zu einem Werkzeug, um Achtsamkeit zu üben.

Digitale Ablenkungen können leicht zu einem Hindernis für Achtsamkeit werden. Zum Beispiel Push-Benachrichtigungen. Es ist erwiesen, dass sie sich negativ auf die Leistung bei kognitiven Aufgaben auswirken und einen negativen Einfluss auf die kognitive Funktion und die Konzentration haben. Deshalb ist es so wichtig, sie in den Einstellungen deiner Geräte zu begrenzen. Und wenn deine Kinder ihre eigenen Geräte haben, ist es keine schlechte Idee, sich mit ihnen zusammenzusetzen und das Gleiche zu tun.

Aber das Internet muss kein Hindernis für Achtsamkeit sein. Es kann sogar ein wertvolles Hilfsmittel sein, um Achtsamkeit zu üben – für Erwachsene und Kinder gleichermaßen. Übe zum Beispiel Achtsamkeit gemeinsam als Familie mit den Sesamstraßen- und Headspace-Monstermeditationen für deine jüngeren Kinder.

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Setze eine digitale Schlafenszeit durch.

Schließe die Geräte deiner Familie am Abend ab, damit niemand in Versuchung gerät, online zu gehen, wenn er eigentlich schlafen sollte. Wenn du kurz vor dem Schlafengehen telefonierst, trifft das blaue Licht der Bildschirme auf die Augen, sendet Signale an die Zirbeldrüse und führt zu einem Anstieg der Körpertemperatur und der Herzfrequenz, wodurch die Melatoninproduktion unterdrückt wird und das Einschlafen und Aufwachen erschwert wird.

Kinder, die gut ausgeruht sind, können sich besser auf ihre Schularbeiten konzentrieren. Erwachsene, die ausgeruht sind, können geduldigere Eltern sein. Und wenn du die digitale Schlafenszeit für alle vor der eigentlichen Schlafenszeit festlegst, können die letzten wachen Stunden des Tages zum Lesen, Entspannen und Abschalten genutzt werden, bevor du dich besser ausschlafen kannst.

Plane regelmäßige gerätefreie Zeiten für die ganze Familie ein.

Eine der Fragen, die du in einem Familiengespräch über die Nutzung von Geräten beantworten solltest, ist: Wann sollte jeder die Verbindung trennen? Das könnte jeden Abend beim Abendessen sein, damit ihr die Ereignisse des Tages besprechen könnt. Vielleicht ist es der Sonntagmorgen, damit ihr Zeit für eure Wochenendrituale habt, sei es ein Besuch in der Kirche, die Pflege des Gartens oder eine andere gemeinsame Zeit.

Sobald ihr diese Routine etabliert habt, sollte es sich für alle natürlich anfühlen, Zeit abseits ihrer Geräte zu verbringen.

Finde positive Orte im Internet.

Die Orte, an denen du Positives in der Welt und in anderen Bereichen der Kultur findest, haben in der Regel parallele Online-Präsenzen. Wenn dein Kind gerne Coco Melon anschaut, besuche die Website der Sendung. Wenn dein Kind gerne malt und zeichnet, kannst du die Museen der Welt virtuell auf Google Arts & Culture besuchen. Andere Quellen der Online-Positivität? Chatte mit Freunden, leihe dir E-Books aus der öffentlichen Bibliothek aus und besuche eine Bibliothek mit Lernvideos für Kinder auf YouTube Learning. Wenn du dir bewusst eine Liste mit positiven Orten im Internet aufbaust und dafür sorgst, dass du und deine Kinder einen Großteil eurer Online-Zeit dort verbringen, wird euer Online-Leben positiv bleiben.

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