Allergietests für Babys können eine Tortur sein. Es ist schwer mit anzusehen, wie dein Kind einem Blut- oder Hauttest unterzogen wird, und die Kosten können unerschwinglich sein, wenn die Versicherung die Kosten nicht übernimmt. Dennoch sind Allergien kein Spaß und Nahrungsmittelallergien bei Babys und Kleinkindern können tödlich sein. Wenn ein Kind also Symptome einer allergischen Reaktion zeigt, sollten Eltern sofort mit ihrem Kinderarzt über einen Allergietest sprechen.

“Bei einem Baby kann das erste Anzeichen ein Ekzem sein”, sagt Dr. Rillie Preusser, Fachärztin für Allergologie und klinische Immunologie sowie für Kinderheilkunde. “Wenn du mit fester Nahrung beginnst, bemerkst du vielleicht eine sofortige Reaktion mit Rötungen, Schwellungen oder Atembeschwerden, nachdem du ein neues Nahrungsmittel eingeführt hast. Andere Anzeichen können Asthma oder Keuchen sein. Bei älteren Kindern können auch heuschnupfenähnliche Symptome wie chronische Verstopfung, Schnupfen und Niesen auftreten.”

Ein schwerer Hautausschlag oder Atemnot rechtfertigt einen Notfalleinsatz, aber selbst eine leichte Reaktion bei Säuglingen und Kleinkindern sollte dem Kinderarzt/der Kinderärztin gemeldet werden, da zukünftige Reaktionen durchaus schwerwiegender sein können.

Allergietests für Kinder

  • Allergietests – Sowohl Nahrungsmittel- als auch Umweltallergien können durch Hauttests und Bluttests getestet werden. Bei Hauttests werden mehrere kleine Kratzer oder Stiche in die Haut gemacht, während bei Bluttests Blut abgenommen wird.
  • Tests zeigen Lebensmittelallergien, nicht Unverträglichkeiten – Der Lebensmitteltest stellt eine IgE-vermittelte Empfindlichkeit fest, was bedeutet, dass eine Exposition bei diesen Patienten zu einer Anaphylaxie führen kann. Er testet nicht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder -empfindlichkeiten.
  • Kosten für Allergietests – Allergietests werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Die Kosten können variieren, je nachdem, wo der Arzt sitzt, welche Versicherung er akzeptiert und auf wie viele Allergene getestet werden soll.

Für frühere Generationen von Allergikern bestand der Allergietest aus einem Hautsticheltest. Heutige Ärzte bevorzugen ImmunoCAP-Allergie-Bluttests gegenüber Hautpricktests, zumindest bei Babys. Das liegt nicht unbedingt daran, dass der ImmunoCAP weniger invasiv ist – es wird immer noch Blut abgenommen. Der Grund ist viel praktischer.

“Babys haben eine kleinere Oberfläche, so dass man nicht wirklich auf zu viele Allergene testen kann”, erklärt Dr. Preusser. “Bei manchen Babys wird bei der einjährigen Untersuchung routinemäßig Blut abgenommen, um die Blutarmut festzustellen – das kann ein guter Zeitpunkt sein, um den Allergietest hinzuzufügen, damit das Baby nicht noch einmal gepiekst werden muss.

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Ein Allergologe kann sich immer noch für den Hautsticheltest entscheiden. Weder die Blutabnahme noch der Hautsticheltest sind so schmerzhaft wie eine Impfung, sagt Dr. Preusser. Aber es sind unangenehme Torturen, die einem Kind Angst machen können.

“Eltern sollten damit rechnen, dass ihre Kinder Angst haben”, warnt Dr. Preusser. “Natürlich ist eine Blutabnahme mit Schmerzen verbunden. Der Hauttest ist meiner Meinung nach weniger schmerzhaft als eine Blutabnahme, vor allem wenn man den Multitest verwendet. Aber es ist trotzdem unangenehm und beängstigend für den Patienten, deshalb weinen die meisten Kinder.”

Trotz aller Hindernisse sollten Eltern nicht zögern, ihr Kind auf Allergien testen zu lassen – auch wenn eine nicht diagnostizierte allergische Reaktion nicht schwerwiegend genug ist, um das Leben eines Babys zu gefährden, kann sie doch ausreichen, um es reizbar und unruhig zu machen. Schließlich haben sie nicht viele Möglichkeiten zu kommunizieren, dass sie sich nicht wohl fühlen. Es kann sich also durchaus lohnen, einen unangenehmen Termin beim Allergologen gegen ein ruhigeres, glücklicheres Baby zu Hause zu tauschen.

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