Ganz gleich, ob du dein Kind mit Milchnahrung oder abgepumpter Muttermilch fütterst, die große Auswahl an Flaschen und Saugern kann eine große Herausforderung sein. Da jedes Baby anders ist, gibt es auch bei Flaschen und Saugern kein Patentrezept. Vielleicht musst du ein wenig experimentieren, um herauszufinden, was für dich und dein Baby am besten funktioniert.

Flaschenmaterialien

Viele Eltern steigen auf Glasflaschen um, weil sie Bedenken wegen der Chemikalien haben, die in Plastikflaschen enthalten sind. Glas mag für ein Baby unpraktisch sein – es ist schwer für kleine Hände (ganz zu schweigen vom Transport durch die Stadt) und kann leicht zerbrechen – aber du kannst Schutzhüllen kaufen, damit sie leichter zu greifen sind und weniger leicht zerbrechen, wenn sie herunterfallen.

Du solltest jedoch wissen, dass die FDA die Verwendung von Bisphenol A (BPA) in Babyflaschen nicht mehr zulässt, so dass das, was früher ein großes Problem bei Plastikflaschen war, heute kein Problem mehr darstellt. Vermeide bei jeder Art von Plastik die Mikrowelle und wirf die Flasche weg, wenn sie trübe wird.

Silikon ist eine dritte Möglichkeit. Neuere Unternehmen verwenden Silikon, um die anhaltenden Ängste vor Plastik und die Unpraktikabilität von Glas zu vermeiden.

Es gibt auch Flaschen aus rostfreiem Stahl, die allerdings teurer und schwer zu finden sind. Sie sind zwar haltbar, aber es ist schwer zu erkennen, wie viel Milch in der Flasche ist.

Flaschentypen

  • Flaschen mit Winkelhals sind am Hals gebogen, so dass sich weniger Luft im Sauger bildet. Manche Eltern finden, dass sie auch leichter zu halten sind. Allerdings sind sie aufgrund ihres Designs etwas schwieriger zu reinigen.
  • Einwegflaschen mit Einlage haben einen Plastikbeutel, der in die Flasche passt. Wenn dein Baby aus der Flasche trinkt, fällt der Kunststoff zusammen und verhindert so die Bildung von Luftblasen (die sich im Bauch deines Kindes zu Blähungen entwickeln können). Sie sind praktisch (weniger Reinigung!), aber nicht so umweltfreundlich und die Einlagen können teuer werden, wenn du ausschließlich mit der Flasche fütterst.
  • Belüftete Flaschen haben eine strohhalmartige Öffnung in der Mitte. Das Design soll Luftblasen verhindern, die Blähungen verursachen können. Obwohl es keine Beweise dafür gibt, dass diese Flaschen Blähungen und Koliken reduzieren, schwören viele Eltern auf sie. Bedenke aber, dass diese zusätzlichen Teile einen höheren Reinigungsaufwand bedeuten.
  • Weithalsflaschen sind kürzer und breiter als normale Flaschen. Außerdem haben sie breitere Brustwarzen, die die Brust besser imitieren. Wenn du stillst und mit der Flasche fütterst, mag dein Baby diese Flasche vielleicht am liebsten – aber nicht immer! Diese Flaschen sind in der Regel leichter zu reinigen.
Auch interessant:  Moshin Shafique: Wie man Kindern beibringt, sich Ziele zu setzen

Flaschengrößen

Flaschen gibt es in der Regel in den Größen 4-Unzen und 8-Unzen. Fang mit einer kleinen Flasche an, wenn dein Baby ein Neugeborenes ist, und verwende größere Flaschen, wenn dein Baby anfängt, bei jeder Fütterung mehr Milch zu trinken.

Material der Brustwarze

Die meisten Sauger sind aus klarem Silikon, das flexibel ist und beim Waschen oder Kochen nicht durch Hitze beschädigt wird. Einige Brustwarzen sind jedoch aus Latex, das bei empfindlichen Säuglingen eine allergische Reaktion hervorrufen kann, weshalb du diese am besten meiden solltest.

Formen der Brustwarzen

Brustwarzen sollen die Brustwarze der Mutter imitieren und sind in verschiedenen Formen erhältlich. Standard-Sauger sind lang und haben eine schmale Basis, so dass sie für das Baby leicht zu handhaben sind. Andere Brustwarzen haben eine breitere Basis und sind unterschiedlich lang. Oft bevorzugen gestillte Babys die breiteren Brustwarzen, aber du musst vielleicht ein bisschen experimentieren, um die Vorlieben deines Babys herauszufinden.

Durchflussmenge der Sauger

Flaschensauger haben unterschiedlich große Öffnungen, durch die die Milch fließen kann. Die Nippel sind mit Zahlen gekennzeichnet, die die Fließgeschwindigkeit angeben, wobei ein Nippel der Stufe 1 der langsamste (kleinste Öffnung) und ein Nippel der Stufe 4 der schnellste (größte Öffnung) ist. Die meisten Neugeborenen kommen mit einem Sauger der Stufe 1 gut zurecht. Aber alle Babys sind unterschiedlich. Wenn dein Baby mit dem langsamen Tempo nicht zurechtkommt, solltest du zu einem Sauger der Stufe 2 wechseln. Wenn dein Kleines weiter wächst und noch effizienter stillt, kann es auf die nächste Saugerstufe umsteigen – normalerweise alle 3 Monate.

Was zu tun ist

Probiere eine Vielzahl von Flaschen und Saugern aus

Babys können sehr wählerisch sein, wenn es darum geht, welche Flasche und welchen Sauger sie bevorzugen, deshalb solltest du nicht eine einzige Flasche in großen Mengen kaufen. Kaufe stattdessen ein paar verschiedene Flaschen und Sauger, die zueinander passen.

Teste eine Flasche ein paar Mal, bevor du weitermachst

Beginne mit einer Flaschensorte und lass dein Baby sie mehrmals ausprobieren – gib nicht auf, wenn dein Kleines sie beim ersten Mal ablehnt. Gib deinem Baby genügend Gelegenheit, eine Flasche oder einen Sauger auszuprobieren, bevor du zu einer neuen Flasche oder einem neuen Sauger wechselst, denn ein ständiges Wechseln kann zu noch mehr Frustration führen.

Auch interessant:  Wie bereite ich eine Flasche zum Füttern vor?

Es kann sein, dass du ein wenig experimentieren musst, bevor du herausfindest, welche Flasche und welcher Sauger für dein Baby am besten geeignet sind.

Mitarbeiter