Forscher/innen in Schweden haben die Daten von fast 1.300 Kindern analysiert. Sie fanden heraus, dass Kinder, die als Babys Katzen oder Hunden im Haushalt ausgesetzt waren, seltener Asthma, Ekzeme und saisonale Allergien entwickelten als Kinder, die in haustierfreien Haushalten aufwuchsen.

Die Forscherinnen und Forscher fassten Daten aus zwei verschiedenen Studien zusammen. In der einen Studie wurden 250 Kinder von der Geburt bis zum Alter von 8 oder 9 Jahren beobachtet. Die Eltern der Kinder gaben Auskunft über den Besitz von Haustieren, und die Kinder wurden zu verschiedenen Zeitpunkten während der Studie medizinisch auf Allergien untersucht. In der zweiten Studie wurden die Eltern befragt, um Informationen über Haustiere und die spezifischen Allergiesymptome der Kinder zu sammeln.

Die Ergebnisse beider Gruppen zeigten denselben interessanten Trend: Je mehr Haustiere im ersten Lebensjahr im Haushalt eines Kindes leben, desto geringer ist das Risiko, dass das Kind später Allergien entwickelt. Etwa die Hälfte der Kinder, die ohne Haustiere aufwuchsen, hatte im Alter von 7 bis 9 Jahren Allergiesymptome. In Haushalten mit einem Haustier war es nur etwa ein Drittel, und in Familien mit zwei oder mehr Haustieren war es weniger als ein Viertel der Kinder. Das geht aus der Studie hervor, die in PLOS One veröffentlicht wurde.

Willst du überhaupt keine Allergien haben? Fünf könnte die magische Zahl sein. Ein paar Familien in der Studie hatten fünf Katzen oder Hunde (und vermutlich einen großen Garten!), und ihre Kinder hatten angeblich keine Allergien. Aber weil der Anteil der Familien in dieser Situation so klein war, ist es schwer, eine eindeutige Schlussfolgerung zu ziehen.

Auch andere Studien haben den frühen Kontakt mit Tieren mit einem geringeren Allergierisiko in Verbindung gebracht. Dies ist die erste Studie, die untersucht, ob der Kontakt mit mehreren Tieren mit einem erhöhten Allergieschutz verbunden ist.

Experten vermuten, dass das Immunsystem von Kleinkindern durch den Kontakt mit Schmutz und Mikroben, die Tiere auf ihrem Körper tragen, gestärkt wird. Der Kontakt mit diesen Keimen macht Kinder toleranter gegenüber Allergenen, so die Theorie.

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