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Warum ist die Haut meines Kindes so trocken?

Babys und Kinder können genauso wie Erwachsene trockene Haut bekommen. Da junge Haut empfindlicher ist, ist sie sogar noch anfälliger für Trockenheit.

Kalte, trockene Außenluft und die Heizung im Haus können der Haut im Winter ihre natürliche Feuchtigkeit entziehen. Und wenn dein Kind zu trockener Haut neigt, bekommt es auch im Sommer trockene Stellen, weil die Sommersonne, Klimaanlagen, Salzwasser und Chlor im Schwimmbadwasser die Haut austrocknen können.

Was kann ich gegen die trockene Haut meines Kindes tun?

Badezeit einschränken

Baden trocknet die Haut eines Kindes aus, weil dabei die natürlichen Fette der Haut zusammen mit dem Schmutz entfernt werden. Aber solange du ein paar Vorsichtsmaßnahmen triffst, sollte selbst tägliches Baden kein Problem sein, sagt Seth Orlow, Leiter der Kinderdermatologie an der New York University School of Medicine.

Statt eines 30-minütigen Bades solltest du die Badezeit auf etwa 10 Minuten reduzieren. Verwende warmes Wasser – nicht heiß – und seife dich sparsam ein. Orlow empfiehlt, ein parfüm- und seifenfreies Reinigungsmittel zu verwenden, das viel weniger aggressiv ist als normale Seife.

Lass dein Kind in der Wanne spielen, bevor du es wäschst, damit es nicht in der Seifenlauge sitzt. Und lass das Waschmittel nicht in der Wanne schwimmen. Wahrscheinlich solltest du Schaumbäder aus der Routine deines Kindes streichen – oder sie zumindest auf besondere Anlässe beschränken.

Badeöle scheinen eine gute Idee zu sein, aber sie können die Wanne gefährlich rutschig machen, und das meiste Öl rutscht sowieso in den Abfluss. Es ist besser, nach dem Baden ein Emollient (Feuchtigkeitscreme für die Haut) aufzutragen.

Die Feuchtigkeitscreme auftragen

Sobald du dein Kind aus dem Bad nimmst, tupfe es schnell mit einem Handtuch trocken und trage dann sofort eine Feuchtigkeitscreme auf. Wenn du die Feuchtigkeitscreme innerhalb weniger Minuten nach dem Baden aufträgst, schließt sie das Wasser ein, das sich noch in der Haut deines Kindes befindet.

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Bei Feuchtigkeitscremes gilt: je dicker, desto besser. Wenn die Haut deines Kindes trotz täglicher Feuchtigkeitszufuhr immer noch trocken ist, solltest du von einer Lotion zu einer dickeren Creme oder Salbe wechseln. (Salben sind am besten geeignet, um die Feuchtigkeit in der Haut zu halten, aber sie können sich fettig anfühlen. Verwende nur kleine Mengen und reibe sie sanft in die Haut ein. Cremes ziehen ein, ohne ein fettiges Gefühl auf der Haut zu hinterlassen).

Du solltest dein Kind auch zweimal am Tag mit Feuchtigkeit versorgen – einmal nach dem Baden und einmal tagsüber. Wenn dein Kind keine Geduld für die mittägliche Feuchtigkeitscreme hat, kannst du es ein Lieblingslied hören oder ein Video anschauen lassen, während du die Feuchtigkeitscreme aufträgst. Wenn dein Kind alt genug ist, kannst du die Creme auch selbst auftragen, wenn es das angenehmer findet.

Lass kein Salz oder Chlor auf der Haut trocknen

Chlor und Salzwasser können beide sehr austrocknend sein. Spüle dein Kind nach dem Schwimmen im Pool oder Meer mit Leitungswasser ab und trage dann eine Feuchtigkeitscreme auf, solange die Haut noch feucht ist.

Betreibe einen Luftbefeuchter

Wenn die Luft in deinem Zuhause trocken ist, benutze einen Luftbefeuchter im Zimmer deines Kindes.

Halte dein Kind gut hydriert

Trockener Haut fehlt es an Feuchtigkeit. Biete deinem Kind das ganze Jahr über viel zu trinken an, um die Feuchtigkeit zu ersetzen, die von seiner Haut verdunstet. (Wenn dein Kind noch ein Baby ist, solltest du zumindest in den ersten sechs Monaten Muttermilch oder Milchnahrung verwenden, es sei denn, dein Arzt rät dir etwas anderes.

Denke daran, dass viel trinken nichts bringt, wenn du es nicht auch hydratisiert hältst. Es ist so, als würdest du Wasser in einen Eimer mit einem Loch schütten, sagt Orlow. Ohne Feuchtigkeitscreme, die das Wasser hält, wird die Haut deines Kindes nicht richtig mit Feuchtigkeit versorgt.

Schütze dein Kind vor der Witterung

Achte darauf, dass dein Kind bei kaltem Wetter Fäustlinge oder Handschuhe trägt, damit seine Hände nicht durch Kälte und Wind trocken und rissig werden. Egal zu welcher Jahreszeit, achte darauf, dass dein Kind vor Windbrand und Sonnenbrand geschützt ist.

Vermeide austrocknende oder verschlimmernde Inhaltsstoffe

Verwende keine Puder oder Parfüms auf der Haut deines Kindes und überlege, ob du nicht parfümierte Waschmittel verwendest. Wenn die Haut deines Kindes besonders empfindlich ist, solltest du seine Kleidung zweimal waschen, um alle Seifenreste zu entfernen.

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Wenn die Haut deines Kindes sehr empfindlich ist, solltest du ihm keine enge oder raue Kleidung anziehen. Denk auch daran, dass manche Stoffe, wie z. B. Wolle, trockene Haut besonders reizen können.

Achte darauf, dass die Nägel deines Kindes sauber und kurz sind, wenn Juckreiz ein Problem ist.

Kann trockene Haut ein Anzeichen für eine andere Erkrankung sein?

Wenn dein Kind juckende rote Flecken auf der Haut hat, könnte es ein Ekzem haben, auch bekannt als atopische Dermatitis. Manchmal verschwindet ein Ekzem jedoch mit regelmäßiger Feuchtigkeitszufuhr. Du musst also nicht gleich zum Arzt gehen, wenn die Flecken nicht besser werden oder dein Kind sich trotz deiner Bemühungen unwohl fühlt und juckt.

In seltenen Fällen kann trockene Haut auf eine genetisch bedingte Erkrankung namens Ichthyose hinweisen. Ichthyose äußert sich durch trockene Haut mit Schuppenbildung und gelegentlicher Rötung. Normalerweise sind auch die Handflächen und Fußsohlen verdickt. Wenn dein Arzt oder deine Ärztin den Verdacht hat, dass dein Kind Ichthyose hat, wird er oder sie dich wahrscheinlich an einen Dermatologen oder eine Dermatologin zur Untersuchung und Behandlung überweisen.

Sollte ich mit dem Arzt über die trockene Haut meines Kindes sprechen?

Erkundige dich beim nächsten Arztbesuch deines Kindes nach Empfehlungen zur Bekämpfung trockener Haut. Vereinbare einen Termin, wenn du glaubst, dass dein Kind Anzeichen eines Ekzems oder einer Ichthyose hat, wie oben beschrieben. Du solltest auch einen Termin vereinbaren, wenn sich die Haut deines Kindes mit der Behandlung zu Hause nicht bessert oder du Anzeichen einer Infektion siehst, wie z. B. gelben Ausfluss oder eine Schwellung um einen Riss in der Haut.

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