Eltern sind oft besessen von der Haut ihres Babys. Sie wundern sich, wie weich sie ist, und sind besorgt , wenn sie Pickel oder Ausschlag hat. Diese Besessenheit führt oft zu einer obsessiven Pflege der Babyhaut, aber wenn ein Kind in die schrecklichen Zwanziger kommt, passieren einige Dinge: Sie fangen an, öfter Kleidung zu tragen und sind schwerer zu erwischen. Das kann dazu führen, dass aus dem dermatologischen Eifer ein beiläufiges Interesse und eine noch beiläufigere Pflege wird. Aber die Haut eines Kleinkindes braucht Aufmerksamkeit, schon allein deshalb, weil sie an jedem aktiven Kleinkindtag in die Mangel genommen wird. Die Eltern können diese Pflege schon beim Baden übernehmen.

“Jeden Tag zu baden ist in Ordnung und trocknet die Haut nicht aus”, erklärt die Kinderärztin und zertifizierte Dermatologin Dr. Annette Horn. “An schweißtreibenden, schmutzigen Tagen solltest du die ganze Haut mit Seife waschen. An sauberen Tagen, wenn du das Bad als Teil eines entspannenden Rituals vor dem Schlafengehen benutzt, wasche nur die stinkenden Stellen.”

Horn stellt fest, dass das Baden oft ein wichtiger Teil des täglichen Rituals für Kinder ist, vor allem vor dem Schlafengehen. Aber auch wenn Kinder täglich baden, heißt das nicht, dass sie sich jedes Mal gründlich waschen müssen. Eltern, die beim Waschen ihren natürlichen Instinkten folgen, kommen in der Regel gut zurecht.

Horn weist darauf hin, dass das Wasser in der Wanne warm und nicht heiß sein sollte. Außerdem empfiehlt sie Eltern, stark parfümierte oder scharfe Produkte zu vermeiden. Eine gute Regel für Eltern ist es, “unparfümierte” Produkte zu vermeiden, die trotzdem scharfe Chemikalien enthalten können, und stattdessen “duftstofffreie” Produkte zu verwenden, die in der Regel keine enthalten. Wenn du das Spielen im Bad dem Waschen vorziehst, vermeidest du, dass dein Kind lange in der Seifenlauge sitzt, was für Kinder mit empfindlicher Haut sehr reizend sein kann.

Hautpflege für Kleinkinder

  • Tägliche warme Bäder sind in Ordnung, aber verwende parfümfreie Seife für die stinkenden Stellen nur an heißen, schweißtreibenden Tagen und spare das Waschen für das Ende der Badezeit auf.
  • Feuchtigkeitspflege ist in den trockenen Wintermonaten wichtig und wird am besten mit einer Creme erreicht, die 3 Minuten nach dem Baden aufgetragen wird.
  • Vaseline kann als Feuchtigkeitsbarriere für Kinder verwendet werden, die nachts noch in ihre Klimmzüge machen.
  • Sonnenschutz sollte das ganze Jahr über aufgetragen werden und nicht nur für einen Tag am Strand reserviert sein.
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Aber auch nach dem Baden geht die Hautpflege weiter, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen. In den schweißtreibenden Monaten ist das nicht so wichtig, aber wenn das Wetter kälter und trockener wird, ist es wichtig, dass die Haut nicht trocken und rissig wird. Laut Horn ist dies besser mit Cremes als mit Lotionen zu erreichen, da letztere viel leichter verdunsten können. Auch hier ist es wichtig, auf parfümfreie Produkte zu achten.

“Feuchtigkeitscremes sollten innerhalb der ersten drei Minuten nach dem Abtrocknen und vor dem Anziehen des Schlafanzugs aufgetragen werden, damit die Feuchtigkeit aus dem Bad eingeschlossen wird”, erklärt Horn. “Wenn dein Kind noch nicht auf die Toilette gehen kann oder nachts immer in eine Windel oder einen Pull-up macht, solltest du eine Schicht Vaseline auf den Po auftragen, um Hautreizungen zu vermeiden, weil der direkte Kontakt mit säurehaltigem Urin und Fäkalien reduziert wird.”

Aber die Hautpflege ist nicht nur eine Frage des abendlichen Bades. Die Pflege der Kinderhaut sollte auch tagsüber durch das Auftragen von Sonnenschutzmitteln erfolgen. Wichtig ist, dass diese Aufgabe nicht nur für die Tage am Strand gilt. Denn die UV-Strahlen dringen durch die Wolken und werden von Wasser, Schnee und Eis reflektiert. Sonnenschutz ist so wichtig, dass Horn vorschlägt, das Auftragen als Teil der morgendlichen Routine zu betrachten.

“Für empfindliche Haut solltest du nach Produkten mit physikalischen Sonnenschutzmitteln wie Zinkoxid und Titandioxid Ausschau halten”, sagt Horn. “Sie sehen vielleicht etwas weißer aus und sind etwas unordentlicher, aber sie reizen die Haut weniger.”

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