Du hast es also mit Kinderdisziplin versucht und dein Kind hat es einfach abgetan. Es könnte sein, dass dein Kind nicht auf traditionelle Strafen für Kinder reagiert. Manche Eltern könnten versucht sein, ein solches Kind als bockig oder einfach nur böse zu bezeichnen. Sie reagieren auf Auszeiten und andere Konsequenzen mit Gleichgültigkeit. Oder als Teenager gähnen sie praktisch, wenn man ihre Stimme erhebt. Wenn diese Art von Sturheit auftritt, werden Eltern frustriert und schlagen mit härteren Strafen zurück – aus Wut oder Gehässigkeit, was nicht sehr fair oder, ehrlich gesagt, effektiv.

Effektive Disziplin ist nicht nur eine Frage der Bestrafung

ALaut Christi Campbell, einer zertifizierten Verhaltensanalytikerin, ist es gar nicht nötig, ein Kind dazu zu bringen, auf eine harte Bestrafung reumütig zu reagieren. “Wenn einem Kind die Disziplin egal zu sein scheint, bedeutet das, dass der Grund für die Bestrafung des Kindes und die verhängte Strafe nicht zusammenpassen”, sagt Campbell. “Oft denken Eltern, dass es wirksam ist, das Kind zu isolieren, indem sie es in sein Zimmer schicken. Es kommt jedoch vor, dass ein Kind in sein Zimmer geschickt wird, um sich vor dem Chaos im Haushalt zurückzuziehen, was nicht immer eine Strafe ist.”

Eltern sollten sich besser klar machen, warum das unerwünschte, disziplinierungswürdige Verhalten überhaupt aufgetreten ist, wenn sie eine angemessene Bestrafung für Kinder finden wollen. Es hat sich auch gezeigt, dass es hilft, herauszufinden, warum sich ein Kind in einer bestimmten Situation falsch verhält, um dieses Verhalten in Zukunft zu vermeiden.

“Wenn man proaktiv konkrete Erwartungen formuliert, kann man vermeiden, dass man gelegentlich bestraft werden muss”, empfiehlt Campbell. “Dadurch wird auch der Elternteil als ‘Bösewicht’ ausgeschaltet, da die Erwartungen schwarz auf weiß sind und das Kind sich nun dafür entscheidet, das Richtige zu tun, und nicht nur, weil die Eltern es ‘kontrollieren’.”

Bestrafung für Kinder, die nicht auf Bestrafung ansprechen

  • Probiere etwas anderes aus: Wenn Bestrafung nicht funktioniert, um schlechtes Verhalten zu verhindern, gibt es keinen Grund, sie weiterhin anzuwenden.
  • Sei dir über die Erwartungen im Klaren: Gib Kindern eine Chance auf Erfolg, indem du sie daran erinnerst, was von ihnen erwartet wird.
  • Mach dir natürliche Konsequenzen zu eigen: Wenn die Bestrafung auf das Vergehen abgestimmt und logisch ist, haben Kinder eine bessere Chance, ihr Verhalten zu ändern.
  • Lobe die richtigen Handlungen: Bestrafe nicht nur die falschen Verhaltensweisen. Mach es dir zur Gewohnheit, gute Entscheidungen zu loben.
  • Vermeide den Machtkampf: Wenn du deine Kinder über den Tisch ziehst, untergräbst du die Teammentalität in deiner Familie.
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Bestrafung muss strategisch sein

Wenn du versuchst, Eltern-Kind-Konflikte zu minimieren und die Sorgen deines Kindes ernst nimmst, bedeutet das nicht, dass du es verwöhnst. Das ist die Grundlage für vieleNull-DisziplinUnd was ist Elternschaft anderes als der Versuch, Kindern beizubringen, gute Entscheidungen zu treffen? Aber manchmal bleiben inakzeptable Verhaltensmuster bestehen, und Kinder müssen diszipliniert werden. Der Schlüssel zu einer effektiven Vorgehensweise liegt darin, sie mit Konsequenzen die sich ganz natürlich aus dem Verhalten des Kindes ergeben.

“Die Bestrafung sollte sich auf das beziehen, was das Kind getan hat und warum es das getan hat. Sie muss unmittelbar erfolgen, damit das Kind sie mit dem ‘Verbrechen’ in Verbindung bringt, vor allem, je jünger es ist”, rät Campbell. “Hat das Kind sein Zimmer nicht aufgeräumt? Vielleicht kann es in der nächsten Woche sein Zimmer und das Wohnzimmer aufräumen. Ist es zu spät nach Hause gekommen, ohne anzurufen? Dann muss es das nächste Mal, wenn es ausgeht, einmal pro Stunde anrufen.

Wenn sich das Verhalten des Kindes nicht gebessert hat, trifft auch die neue Bestrafung nicht wirklich den Kern des Problems und die Eltern sollten einen anderen Weg einschlagen. Wenn sich das Verhalten verbessert, ist das gut. Die Strafe hat gewirkt, und die Eltern sollten nicht vergessen, die Kinder für ihr verbessertes Verhalten zu loben.

“Vermeide den Machtkampf. Du weißt, dass du das Sagen hast”, sagt Campbell. “Ihnen damit auf den Kopf zu schlagen, wird dir nicht helfen. Es untergräbt nur die Teammentalität eurer Familie.”

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