Es kann schwer sein zu wissen, was zu tun ist, wenn es darum geht, ein guter Vater zu sein, bevor das Baby da ist. Während dieser neun Monate – und der Erfahrung im Kreißsaal – ist das Beste, was du tun kannst, ein guter Ehemann zu sein. Wir haben Stefanie C. Barthmare, die seit 18 Jahren in der Paarberatung tätig ist, gebeten, dir die Tipps zu geben, die du brauchst, um genau das zu sein, während du darauf wartest, Vater zu werden.

Zunächst einmal ist es wichtig, dass du bei der Elternschaft nichts überstürzt – du kannst das Leben eurer neuen Familie nicht planen, bevor ihr überhaupt zusammen seid. Konzentriere dich also auf das Hier und Jetzt. “Während der Schwangerschaft treffe ich auf Paare, die versuchen, sich auf die Geburt vorzubereiten – vor allem auf die Geburt des ersten Kindes – und es herrscht eine romantische Stimmung und ein verstärktes Gefühl für das ‘Ideal’ und dafür, dass alles auf eine bestimmte Weise ablaufen wird”, sagt Barthmare. “Die Vorstufen sind von einer gewissen Süße geprägt, die aber nur von kurzer Dauer ist, weil man früher oder später merkt, dass man sich nicht einfach an die Ideale halten kann, die man sich vorgenommen hat, weil sie sich nicht erfüllen.

Deshalb müssen neue Eltern und werdende Eltern in der Lage sein, Veränderungen vorzunehmen und sich anzupassen. “Sei offen für die Tatsache, dass wir nicht wissen, was passieren wird”, sagt Barthmare. “Während ihr also Farben für das Kinderzimmer auswählt und über die besten Freunde eures Babys redet, solltet ihr euch darüber im Klaren sein, dass das noch lange nicht die Realität sein wird, wenn euer Baby nach Hause kommt.

Und der einzige Weg, den möglichen Untergang der enttäuschten Erwartungen zu bekämpfen, ist, immer präsent und realistisch mit den guten, schlechten, verwirrenden und aufregenden Umständen der Schwangerschaft umzugehen. “Wenn es darauf ankommt, ist es die Aufgabe des Vaters, Fragen zu stellen und bei seiner Partnerin zu bleiben, wenn die Realität eintritt”, sagt Barthmare. Damit du in der Lage bist, für deine Partnerin da zu sein, wenn es darauf ankommt, solltest du diese drei Praktiken anwenden.

  1. Bleib neugierig. “Frag nach ihrem Wohlbefinden und ihren allgemeinen Bedürfnissen”, sagt Barthmare. Frag weiter nach – denn nur so kannst du wissen, was du tun kannst, um deiner Partnerin während dieser neuen Erfahrungen der beste Partner zu sein.”
  1. Mach deine eigene Arbeit. “Kümmere dich um dich selbst”, rät Barthmare. “Geh spazieren, mach eine Mittagspause und achte auf deine Selbstfürsorge. Es ist leicht, sich dazu hinreißen zu lassen, alles für sie zu tun, aber mach dir klar, dass es allen gut tut, wenn du etwas für dich tust.” Wenn du erschöpft an den Tisch kommst und von der frischgebackenen Mutter erwartest, dass sie dich nährt, ziehst du an ihrer Energie und am Ende sind alle erschöpft.
  1. Halte die Kommunikationslinie offen.“Stelle keine Vermutungen an”, sagt Barthmare. Annahmen führen oft dazu, dass sich Ehemänner zurückziehen. “Du denkst: ‘Ich weiß nicht, was ich tun soll, sie braucht Freiraum’. Aber wenn du dich zurückziehst, wenn die Dinge unerwartet laufen, bringt das nur Distanz zwischen dich und deinen Partner.” Versuche also, an Ort und Stelle zu bleiben und dich auf den Prozess einzulassen. Frag dich: “Wie geht es jetzt weiter? Wie können wir es schaffen, dass es funktioniert? Wie machen wir diese neue Variable zu einem Teil unseres Programms?”
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Bathmare ermutigt vor allem die Ehemänner, sich daran zu erinnern, dass du und die Mutter deines Kindes Partner und ein Team seid. Auch wenn ihr nie wisst, was während des Spiels passieren kann, müsst ihr euch an die Regeln halten, um erfolgreich zu sein. “So viele Patientinnen ich in 18 Jahren gesehen habe, so viele unterschiedliche Geburtsgeschichten habe ich gehört”, sagt Barthmare. “Das führt dazu, dass man nicht planen kann – und als Eltern sind wir Planer. Also fang an zu planen und erkundige dich über alles. Raten Sie nicht. Frag: ‘Was ist los? Wie kümmere ich mich um mich? Wie kümmere ich mich um sie?'”

Und das Wichtigste: Sei offen für die Antworten. “Du glaubst, du kennst deine Frau – aber du kennst niemanden, der gerade entbindet”, sagt Barthmare. “Sei offen für die Tatsache, dass das, was du zu wissen glaubst, in diesem Moment vielleicht nicht anwendbar oder nützlich ist. Wir müssen Platz schaffen für die Zeiten, in denen der Plan zur Seite gelegt wird.”

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