Es war ein toller Ausflug mit deinem Kind. Er oder sie hat die Elefanten gesehen und die Eisbären mit großen Augen bestaunt. Sie oder er hat Snacks gegessen, über Pinguine diskutiert und für das perfekte Instagram-Foto posiert. Jetzt steht er oder sie vor dem Affenhaus und ist kurz davor, sein oder ihr Lieblingstier zu sehen, was ja der eigentliche Sinn des Ausflugs war. Doch statt aufgeregt zu gurren, schreit es, dass es nach Hause will. Das ist leider das Risiko, das Eltern eingehen, wenn sie kleine Kinder auf längere Ausflüge mitnehmen. Das passiert, wenn Kinder müde und gestresst sind.

“Kinder wollen dir nicht das Leben schwer machen und oft können sie dir nicht einmal sagen, warum sie launisch, gereizt, frustriert, wütend oder verängstigt sind”, sagt Amanda Williford, außerordentliche Professorin am Center for Advanced Study of Teaching and Learning an der University of Virginia. “Vielleicht ist es ein neuer Ort, vielleicht ist es zu laut, vielleicht ist es zu hell. Oder vielleicht überschreitest du als Elternteil die Grenzen des Zeitplans, an den dein Kind gewöhnt ist.”

Wie vermeidest du also solches Verhalten, damit aus großen Tagen keine großen Enttäuschungen werden? Es geht darum, vier wichtige Schritte zu befolgen.

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Bereite dich auf einen Ausflug mit einem Kind vor

Egal, wie dein Tag aussieht, er sollte immer die grundlegenden Elemente eines normalen Tages enthalten. Das bedeutet, dass du dich an einen regelmäßigen Zeitplan für Mittagsschlaf, Snacks und Mahlzeiten halten solltest.

“Hungrig und/oder müde zu sein, ist ein Rezept für einen Nervenzusammenbruch”, sagt Holly Schiffrin, Autorin von Balancing the Big Stuff: Glücklich sein in Beruf, Familie und Leben. “Manchmal ist es verlockend, noch eine letzte Besorgung vor dem Mittagessen oder dem Mittagsschlaf zu machen, und das Ergebnis ist ein Wutanfall in der Kassenschlange. Kinder können ihre Emotionen einfach nicht so gut regulieren wie Erwachsene.”

Es ist auch wichtig, dass du ihnen den Tag vorbereitest und sie für alles, was sie erwartet, begeisterst. “Auch wenn sich ihre Ausdruckssprache – ihre Fähigkeit, mit dir zu sprechen – gerade erst entwickelt, ist ihre rezeptive Sprache, d.h. ihre Fähigkeit, Sprache zu verstehen, oft schon recht gut”, sagt sie.

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Auch die Definition von Erfolg als Vater oder Mutter ist wichtig. Williford sagt, dass es eine echte Erleichterung sein kann, wenn man die Erwartungen niedrig ansetzt. Sei realistisch in Bezug auf das, was möglich ist, egal ob es sich um eine Besorgung oder einen lustigen Ausflug für das Kind handelt.

Den Nervenzusammenbruch des Kindes einschätzen

Wenn es zu einem Nervenzusammenbruch kommt, sollte die erste Reaktion nicht darin bestehen, den Rest des geplanten Ausflugs zu retten. Der erste Schritt sollte sein, innezuhalten und die Situation zu bewerten.

“Wenn der Ausflug für das Kind bestimmt war – wie ein Ausflug in den Park, den Zoo, ein Kindermuseum oder eine Kinderbücherei – und es hat genug davon, ist es Zeit zu gehen”, sagt Williford. “Bleib nicht länger, nur weil du dich so angestrengt hast, dich auf den Ausflug vorzubereiten.” Das bedeutet, dass du deine Gefühle im Griff haben musst. Wenn du zum Beispiel für 8 Stunden gepackt und vorbereitet hast, dein Kleinkind aber nach 90 Minuten fertig ist, solltest du nicht traurig sein. Du musst verstehen, so Williford, dass 90 Minuten für ein 2-jähriges Kind eine sehr lange Zeit sind.

Wenn deine Reise jedoch bis zum Ende gefahren werden muss, ist es an der Zeit, einen Rettungsversuch zu unternehmen.

Eine Pause nach einem Wutanfall einlegen

“Nimm einen Schluck Wasser, wechsle eine Windel, umarme dein Kind, lies ein kleines Buch oder spiele ein kleines Spiel”, sagt Williford. “Gibt es eine Möglichkeit, deinem Kind eine kurze Pause zu gönnen, damit es sich wieder auf das konzentrieren kann, was es vorhat?

Es ist auch wichtig zu erkennen, dass deine Reaktion auf die Situation den Ausgang bestimmen kann, sagt Schiffrin: “Esür Eltern ist es wichtig, ruhig zu bleiben”, sagt sie. “Wenn Eltern sich aufregen und frustriert sind, werden ihre Kinder diese Emotionen ausnutzen und die Situation weiter anheizen. Es ist nicht leicht, weil Kinder manchmal frustrierend sind, aber eine ruhige Reaktion kann die Situation deeskalieren.”

Eine weitere gute Taktik: Nimm dir eine Minute Zeit, um zu kuscheln. Nimm sie in den Arm. Wenn sie sich beruhigt haben, frag sie, ob sie am Nachmittag etwas Lustiges machen wollen. Leitfragen wie: “Junge, ich frage mich, was die Affen da machen. Ich wette, sie sind albern. Sollen wir es herausfinden?” kann eine bessere Reaktion hervorrufen als: Willst du die Affen sehen oder nach Hause gehen?

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Abbruch und Flucht

Leider ist es nicht möglich, die Situation zu retten, und damit musst du dich abfinden. “Manchmal erwartet man einfach zu viel von einem jungen Kind”, sagt Schiffrin. Die weiße Fahne zu schwenken bedeutet nicht, dass man verliert. Es gehört einfach dazu, Eltern zu sein.

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