Wenn ein Baby auf dem Geländer seines Kinderbettes herumkaut, kann das beunruhigend sein, vor allem, wenn die Eltern sich Sorgen um die Farbe des Kinderbettes oder um Schäden am Kinderbett machen. Aber Eltern, die aufwachen und feststellen, dass das Geländer des Kinderbettes mit winzigen Zahnabdrücken übersät ist, sollten wissen, dass das nicht unbedingt ein Grund zur Sorge sein muss. Babys benutzen ihre Münder, um die Welt zu analysieren. Das nennt man den Wühlreflex: Alles, was gegen ihre Wange oder Unterlippe stößt, bekommt einen Zahnabdruck. Das ist ein natürlicher Instinkt, der nicht wirklich Schaden anrichtet. Es gibt keinen Grund, sofort einen Beißschutz für das Kinderbett zu kaufen.

Melanie Potock ist pädiatrische Logopädin, Ernährungsexpertin und Autorin Sie weiß, wie und warum Babys die Welt mit dem Mund erforschen – und wie diese Erkundung dazu führt, dass sie wie ein Murmeltier ihr Bettgitter durchkauen.

“Zwischen dem fünften und zehnten Lebensmonat bilden sich die Vorderzähne am unteren und oberen Zahnfleisch aus, und das Baby nagt gerne an fast allem”, erklärt Potock. “Im Alter von einem Jahr können Kinder ihren Kiefer beim Kauen von Nahrung und anderen Gegenständen in einer diagonalen Bewegung bewegen und auf harten Oberflächen, wie z. B. dem Geländer des Kinderbettes, weite Auf- und Abwärtsbewegungen machen.

Für Babys geht es beim Kauen auf dem Gitter nicht nur darum, etwas zu entdecken. Es geht um Schmerzlinderung. Jedes Elternteil, das diese geschwollenes, schmerzendes Zahnfleisch – und mit einem quengeligen Baby zu tun hatte – kann bestätigen, dass das Zahnen weh tut. Es ist nicht nur die erste Runde des ZahnenDie Backenzähne des Kleinkindes sind schwer zu erreichen und können eine Menge Unbehagen und FrustrationUnd der Prozess kann sich über Monate hinziehen.

“Die Backenzähne brechen zwischen dem 9. und 15. Monat durch, und mit 18 Monaten kommen die Eckzähne zum Vorschein”, erklärt Potock. “Diese Zähne wachsen mit der Zeit weiter und die zweiten Backenzähne brechen etwa im Alter von zwei Jahren durch.”

Das Beißen dient also dazu, Babys zu beruhigen und den Durchbruch der Zähne zu fördern. Aber Eltern müssen sich nicht damit abfinden, dass sie sich zwei Jahre lang Splitter einfangen und sich über die Inhaltsstoffe der Kinderbettfarbe Sorgen machen müssen (obwohl du dich über den jährlichen Rückrufbericht um sicher zu gehen). Eltern können unangemessenes Nagen verhindern, indem sie das Kinderbett selbst schützen und dem Baby die Beißringe zur Verfügung stellen, die es braucht, um die Unannehmlichkeiten zu lindern und seinen Geist zu stimulieren und zu erforschen.

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Extra große, babysichere Silikonschutzvorrichtungen schützen nicht nur die Möbel, sondern machen es den meisten Babys auch schwer, einen guten Beißwinkel zu finden. Sie haben auch den zusätzlichen Vorteil, dass sie krabbelnde Babys schützen, wenn sie beginnen, die Grenzen ihrer Beweglichkeit zu erkunden. Natürlich sollte das Haus gründlich babysicher machenauch.

Achte darauf, dass dein Kind eine große Auswahl an Beißringe. Eine Vielfalt an Formen und Strukturen ist besser – unterschiedlich geformte Beißringe lassen Babys verschiedene Teile des Kiefers beanspruchen, und unterschiedliche Strukturen sind einfach interessanter. Aus Sicherheitsgründen ist es eine gute Idee nichts im Kinderbett zu haben während das Baby schläft. Beißringe oder Schnuller, die am Kind befestigt bleiben, sollten nicht verwendet werden, wenn das Kind unbeaufsichtigt ist. Ein Schnuller kann sich um die Finger, das Handgelenk oder den Hals wickeln und alle möglichen gefährlichen Situationen verursachen. Eltern können das Zahnfleisch ihres Kindes auch direkt massieren, mit dem Finger oder einer feuchten Zahnbürste.

Eine Sache, die Eltern nicht tun können, ist, ihr Kind davon abzuhalten, mit dem Mund zu forschen. Sie erforschen, ertasten, beruhigen und entdecken – und möglicherweise stärken sie ihr Immunsystem unwissentlich – mit ihrem Mund. Das ist nicht nur ein Bequemlichkeitsinstinkt für Babys – es ist ein Trend, der bei vielen Menschen weit über das Kleinkindalter hinaus anhält.

Wie du ein Kind vom Kauen im Kinderbett abhältst

  • Verwende übergroße Silikonschutzgitter. Das schützt nicht nur die Möbel, sondern erschwert es dem Kind auch, sie zu zerkauen.
  • Gib dem Kind etwas, worauf es besser beißen kann. Sichere Beißringe (keine Kleinteile, die sich lösen können) in verschiedenen Formen und Beschaffenheiten geben dem Kind viele Möglichkeiten zum Erkunden und Beruhigen.
  • Massiere das Zahnfleisch direkt – so können die Eltern nicht nur sehen, welche Teile des Kiefers ihres Kindes schmerzen. Es hilft, die Beschwerden beim Zahnen zu lindern und zu beseitigen.
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