Für Eltern kann das Reisen mit einem Baby unglaublich entmutigend sein. Da hilft es auch nicht, dass zahllose Unternehmen Produkte wie Baby-Reisebetten, Baby-Reisesysteme und Baby-Reisekissen verkaufen, die das Ganze weniger wie eine lästige Pflicht als wie einen chirurgischen Eingriff erscheinen lassen. Diese Produkte können sicher hilfreich sein, aber man muss sie nicht unbedingt besitzen. Die Wahrheit ist, dass das Reisen mit einem Baby, wie viele andere Dinge im Leben, einfach das ist, was es ist – schwierig, aber machbar. Dennoch gibt es Richtlinien, die Eltern beachten sollten, und einige Fakten, die Eltern kennen sollten.

“Du bist mit all den anderen Leuten zusammen und sie atmen dein Kind an. Unsere größte Sorge ist, dass Babys krank werden, wenn ihre Eltern auf Reisen sind”, sagt Dr. Aishwarya Deenadayalu von der Metropolitan Pediatrics in Portland, Oregon. “Bei jeder großen Reise, egal ob mit dem Auto, dem Flugzeug oder dem Zug, sollten Babys geimpft sein, vor allem, wenn sie ins Ausland reisen. Normalerweise machen wir die erste Impfung im Alter von zwei Monaten.”

Flugreisen sind für mobile Eltern in den ersten zwei Jahren besonders attraktiv. Warum ist das so? Kinder, die jünger als 2 Jahre sind, fliegen bei den meisten Fluggesellschaften kostenlos, vorausgesetzt, sie können auf dem Schoß eines Elternteils sitzen. Auf internationalen Flügen bieten viele Fluggesellschaften sogar winzige Babybetten an, die an die Trennwand angeschlossen werden können, so dass die Eltern ihr Kind nicht mehr halten müssen und das Kind sich ausstrecken kann (und Papa ein Bier trinken kann). Die Reisesysteme haben sich so entwickelt, dass sie Kinder problemlos mitnehmen können. Sowohl in Flugzeugen als auch in Zügen gibt es reichlich Möglichkeiten, mit dem Baby aufzustehen und herumzuschlendern.

Auch Autoreisen sind möglich, aber Eltern müssen darauf achten, dass sie häufig anhalten und dass der Nacken des Kindes im Sitz richtig gestützt wird. Die Dauer der Fahrt kann lang sein, vorausgesetzt, es werden genügend Pausen eingelegt, damit sich das Kind wohlfühlt.

“Es gibt Babys, die kein Problem damit haben, längere Zeit in einem Autositz zu sitzen, und andere, die es hassen”, sagt Deenadayalu. “Solange das Baby alle paar Stunden gefüttert und gewickelt wird, gibt es keine wirklichen gesundheitlichen Bedenken.

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Es ist wichtig, dass Eltern sicherstellen, dass ihr Kind gesund ist und gesund war, bevor sie ein Flugzeug oder einen Zug besteigen, wo der enge Kontakt mit den Passagieren ein bereits geschwächtes Immunsystem herausfordern könnte. Ein krankes Baby ist nicht nur ein unglückliches Baby für die Eltern und die anderen Passagiere, sondern die Unannehmlichkeiten, die Ohrensausen verursachen, können durch Höhenunterschiede noch verschlimmert werden.

So bereitest du dein Baby auf die Reise vor

  • Vergewissere dich, dass dein Baby mindestens die Impfungen für den zweiten Lebensmonat erhalten hat.
  • Vergewissere dich, dass das Baby gesund ist. Erkältungen und Grippefälle machen das Reisen miserabel.
  • Bereite dich auf häufige Zwischenstopps auf Reisen vor und sorge dafür, dass der Nacken des Babys im Autositz richtig gestützt wird.
  • Antihistaminika für den Schlaf werden für Kinder unter 2 Jahren nicht empfohlen.
  • Erkundige dich bei den Reiseanbietern, ob es im Zug, Bus oder Flugzeug besondere Vorkehrungen für Babys gibt.

Es gibt auch die Versuchung, ein Kind für die Reise mit Benadryl zu betäuben. Das kann sehr riskant sein, auch wenn es nicht unbedingt daran liegt, dass es nicht empfohlen wird, einem Kind vor dem Alter von 2 Jahren Benadryl zu geben. Das größte Problem ist, dass es den negativen Effekt haben kann, ein Kind in eine lebende Granate zu verwandeln.

“Es gibt Kinder, die eine paradoxe Reaktion zeigen und schließlich überdreht sind. Das willst du nicht auf einem langen Flug herausfinden”, sagt Deenadayalu. “Du solltest Benadryl erst verabreichen, wenn dein Kind mindestens zwei Jahre alt ist, aber wenn du das tust, solltest du darauf achten, dass dein Kind schläfrig wird und nicht das Gegenteil.”

Eltern sollten sich frei fühlen, sich auf den Weg zu machen oder in den freundlichen Himmel zu fliegen, vorausgesetzt, sie haben ihre Impfungen gewissenhaft durchgeführt und das Kind ist nicht bereits krank. Ersteres könnte eine nervige Tante verärgern, die ihre medizinischen Ratschläge lieber aus Facebook-Memes bezieht, aber es sorgt für einen glücklichen Reisenden. Oder zumindest ein gesundes Kind.

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