Das kann sein. Einige Studien haben gezeigt, dass der wiederholte Konsum von Marihuana sowohl bei Männern als auch bei Frauen mit deutlich niedrigeren Konzentrationen von Fortpflanzungshormonen verbunden ist.

Niedrigere Konzentrationen des Hormons Testosteron können bei Männern zu einer geringeren Spermienzahl führen. Und niedrigere Werte von Dehydroepiandrosteron können die Eizellenproduktion bei Frauen beeinträchtigen.

Außerdem gelangt THC (einer der Wirkstoffe in Marihuana) in den Fortpflanzungstrakt von Frauen, die Marihuana konsumieren, und verringert die Beweglichkeit der Spermien, wodurch die Chancen auf eine Befruchtung sinken.

Der vielleicht beste Grund, jetzt mit dem Drogenkonsum aufzuhören, ist, dass es nicht sicher ist, während der Schwangerschaft zu kiffen.

Einige Studien deuten darauf hin, dass regelmäßiger Marihuanakonsum während der Schwangerschaft das Risiko für Frühgeburten und ein niedriges Geburtsgewicht erhöht. Und weil das Kiffen (oder auch das Rauchen von Tabak) den Kohlenmonoxidgehalt im Blut erhöht, bekommt das Baby weniger Sauerstoff, was sein Wachstum beeinträchtigen kann.

Andere Studien zeigen, dass Kinder, die im Mutterleib Marihuana ausgesetzt waren, als Säuglinge eine andere Gehirnaktivität und einen gestörten Schlafrhythmus haben. Sie können später auch an Depressionen leiden oder Verhaltensprobleme wie Impulsivität und Aufmerksamkeitsdefizite haben. Und einige Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen pränataler Marihuanaexposition und schlechteren Schulnoten hin.

Außerdem ist es oft schwer zu sagen, ob das Gras, das du bekommst, rein ist. Es kann mit anderen Drogen oder Herbiziden verunreinigt sein, die dein zukünftiges Baby noch mehr gefährden könnten. Selbst legale Abgabestellen werden nicht streng kontrolliert, obwohl einige behaupten, ihre Produkte seien zugelassen oder zertifiziert.

Wenn du Marihuana konsumierst, empfehle ich dir, etwa einen Monat nach dem letzten Konsum zu warten, bevor du versuchst, schwanger zu werden, denn so lange dauert es, bis alle Spuren der Droge aus deinem Körper verschwunden sind.

Wenn du Marihuana zu medizinischen Zwecken konsumierst, sprich mit deinem medizinischen Betreuer über deine Pläne, schwanger zu werden. Vielleicht kann er dir eine sicherere Alternative empfehlen.

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