Die Badezeit ist eine gute Gelegenheit, um mit deinem Baby oder Kleinkind eine Beziehung aufzubauen. Und hey, es ist ziemlich cool, ihnen beim Planschen und Zappeln zuzusehen und sich von den Seifenblasen beeindrucken zu lassen. Aber das Baden deines Kindes birgt auch viele Risiken, von den kleinsten (z. B. wenn Kinder in die Wanne kacken) bis zu den größten. Nasse Kinder sind schließlich rutschig, so dass Stürze und Kopfstöße nicht ausgeschlossen sind. Und bei Kleinkindern bist du ganz darauf angewiesen, dass sie Nase und Mund über Wasser halten. Ertrinken ist die häufigste Ursache für einen Unfalltod bei 1- bis 4-jährigen Kindern.

Damit die Badezeit für dich und dein Kind sicher ist und Spaß macht, ist es wichtig, dass du präsent, vorbereitet und aufmerksam bist. “Sicherheit entsteht durch mehr Engagement; mehr Ablenkung bringt mehr Herausforderungen mit sich”, sagt Dr. Thomas Tolzman, Kinderarzt. Hier sind 10 häufige Fehler, die Eltern beim Baden machen und die ihr Baby oder Kleinkind ungewollt in Gefahr bringen.

Badezeit Gefahr Nr. 1: Verlassen des Badezimmers

Du solltest ein badendes Baby niemals unbeaufsichtigt lassen, aber auch Kleinkinder müssen ständig beaufsichtigt werden. Manche Eltern denken, es sei in Ordnung, ihr Kind für ein oder zwei Minuten allein in der Wanne zu lassen – das stimmt nicht. “Selbst mit drei, vier oder fünf Jahren können sie ausrutschen und sich den Kopf stoßen, und je nachdem, wie viel Wasser in der Wanne ist, können sie ertrinken”, sagt Tolzman. “Es ist wie beim Fahrradfahren, man weiß nie, wann ein Unfall passiert.”

Badezeit Gefahr Nr. 2: Unvorbereitet sein.

Waschlappen, Schwamm, Seife, Handtuch, Spielzeug – es gibt eine Menge Dinge, die für das Baden benötigt werden, und es ist leicht, ein oder zwei Dinge zu vergessen, so dass du gezwungen bist, den Raum zu verlassen. “Vergewissere dich immer, dass du alles Nötige beisammen hast, bevor du das Wasser anstellst, damit du nicht mitten im Bad den Raum verlassen musst, um etwas zu holen”, sagt Tolzman.

Badezeit Gefahr Nr. 3: Vergessen, die Wassertemperatur zu prüfen.

Kleine Kinder und vor allem Babys reagieren empfindlicher auf Hitze und Kälte als wir, also sei besonders vorsichtig, bevor du sie in die Wanne wirfst. Damit sie sich nicht verbrühen oder auskühlen, solltest du lauwarmes Wasser verwenden. Wenn du deinen Warmwasserbereiter kontrollieren kannst, stelle ihn so ein, dass er nicht heißer als 120 Grad Celsius ist. Wenn du keine Kontrolle hast, drehe den Wasserhahn zunächst auf eine mittlere Temperatur und erhöhe dann schrittweise die Hitze.

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“Teste die Wassertemperatur immer mit dem Handgelenk oder dem Ellbogen, denn diese Körperteile sind hitzeempfindlicher als deine Finger”, sagt Tolzman. “Bei Kleinkindern solltest du auch prüfen, ob sie das heiße Wasser aufdrehen können, denn wenn sie das können, ist das ein Risiko. Ein weiterer Grund, sich nicht eine Sekunde umzudrehen.

Badezeit-Gefahr Nr. 4: Die Wanne zu voll machen.

Manche frischgebackenen Eltern denken, es sei klug, die Wanne voll zu machen, weil das Kind dann warm bleibt. Aber zu viel Wasser erhöht das Risiko des Ertrinkens, was innerhalb von Minuten passieren kann. Für ein Baby sollte der Wasserstand höchstens fünf Zentimeter betragen, sagt Tolzman. Für ein Kleinkind reichen vier bis fünf Zentimeter aus. Wenn dein Kind größer wird, solltest du dich an seiner Größe orientieren, aber bedenke, dass eine bis zur Hälfte gefüllte Wanne für Kinder jeder Größe tief genug ist, um zu ertrinken.

Badezeit Gefahr Nr. 5: Zu frühes Benutzen Badesitz oder -ring zu früh.

Obwohl Badesitze und -ringe sicher zu sein scheinen, können sie umkippen und das Gesicht deines Babys ins Wasser tauchen. “Kinder unter einem Jahr in einen Sitz zu setzen, ist nicht in Ordnung”, sagt Tolzman. “Verlass dich nur auf deine Arme, um sie zu stützen.

Badezeit Gefahr #6: Überspringen Kindersicherungen für die Badewanne.

Wannenböden können rutschig sein, was eine echte Gefahr für nasse, glitschige Kinder darstellt. “Kleinkinder zappeln ständig herum, und selbst die Badewanne wird durch Seifenwasser noch rutschiger”, sagt Tolzman. “Achte darauf, dass du rutschfeste Streifen oder eine andere Art von Bodenhaftung hast.”

Achte auch auf den Wasserhahn, denn ein Kind kann sich leicht den Kopf oder den Körper an diesem harten, hervorstehenden Gegenstand stoßen. Tolzman empfiehlt, den Auslauf mit einem stabilen, aber weichen Gummibelag abzudecken.

Badezeit Gefahr Nr. 7: Zu viel Seife verwenden.

Seifen und Shampoos können in den Augen von Kindern brennen, und wenn sie mit Chemikalien oder starken ätherischen Ölen versetzt sind, können sie ihre empfindliche Haut reizen. “Verwende sehr sanfte, nicht duftende, kinderfreundliche Seifen”, sagt Tolzman. Du brauchst auch nicht viel Seife. “Ich war erstaunt, wie sauber meine vier Kinder ohne viel Seife geworden sind”, sagt Tolzman. “Kinder reinigen sich in der Regel ziemlich gut selbst, wenn sie herumplanschen. Er rät außerdem dazu, die Kinder erst gegen Ende des Bades einzuseifen, damit sie nicht im seifigen Wasser sitzen, das ihre Haut angreifen kann.

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Badezeit Gefahr Nr. 8: Badespielzeug, Schwämme und Waschlappen verfaulen lassen.

Spielzeug, das sich mit Wasser vollsaugt, kann nach ein paar Mal Benutzung eine echte Gefahr für Kinder darstellen. “Ein infektiöses Bakterium namens Pseudomonas kann im Inneren dieser Spielzeuge wachsen, z. B. in matschigen Gummi-Enten”, sagt Tolzman. “Versuchen Sie, das Wasser nach jedem Bad aus dem Spielzeug zu entfernen, damit die Bakterien – oder der Schimmel – nicht darin wachsen. Auch Schwämme und Waschlappen können problematisch sein, fügt Tolzman hinzu. Achte also darauf, dass du sie vollständig auswringst, zum Ausprobieren aufhängst und sie oft ersetzt oder wäschst.

Badezeit Gefahr Nr. 9: Babys zu lange oder zu oft baden.

Auch wenn dein Baby das Wasser liebt, kann ein zu langer Aufenthalt im Wasser seine Haut austrocknen und im schlimmsten Fall eine Überhitzung verursachen. Tolzman rät, die Badezeit auf fünf bis 10 Minuten zu begrenzen. Wie oft du dein Baby badest, hängt vom Kind, seinem Hauttyp und davon ab, ob es gerne badet oder nicht. Tolzman sagt, dass die meisten ein kurzes Bad pro Tag vertragen, aber ein tägliches Bad ist nicht notwendig. Zwei- oder dreimal pro Woche ist wahrscheinlich ausreichend. Er sagt, dass Kinder mit Milchschorf, der die Gesichter von Babys trocken und schuppig macht, wahrscheinlich öfter gebadet werden müssen, um die Schuppen abzuwaschen. Kinder mit Ekzemen hingegen sollten seltener gebadet werden, damit ihre Haut so gesund wie möglich bleibt.

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