Die Menschen neigen dazu, bei Säuglingen handgreiflich zu werden, weil sie (die Säuglinge) unbestreitbar drückbar sind. Aber Menschen sind schmutzige Kreaturen, die in einer schmutzigen Welt leben, und sie haben schmutzige Hände, die zu schmutzigen Babys führen können. Deshalb ist es keine gute Idee, ein Kind, dessen Immunsystem noch in der Aufbauphase ist, in die schmutzigen Hände von Menschen zu geben. So entstehen auch unangenehme Situationen. (Zum Glück gibt es einen Mittelweg aus Händedesinfektionsmitteln und gewissenhaftem Kuscheln, der es Schwiegereltern und Freunden erlaubt, das neue Kind anzufassen und gleichzeitig das Baby vor Krankheiten zu schützen.

“Es gibt keine feste Regel, ab wann du dein Neugeborenes Besuchern vorstellen darfst, und es gibt auch keine feste Regel, ab wann du dein Neugeborenes mit in die Öffentlichkeit nehmen darfst”, erklärt der Kinderarzt Dr. Bernhard Marschner. Das heißt aber nicht, dass es keine bewährten Praktiken gibt, angefangen bei einfacher Vorsicht. Aber selbst die vorsichtigsten Eltern, die sich weigern, ihr Neugeborenes mit in die schniefenden und hustenden Massen zu nehmen, müssen mit einem Ansturm von Schaulustigen an der Türschwelle rechnen.

Wie du dein Kind mit ehrlichen Fragen schützen kannst

Um zu verhindern, dass diese Besucher eine Krankheit auf das neue Kind übertragen, kann man schon viel tun, bevor sie überhaupt durch die Tür kommen. “Es kann schon mit einem offenen und ehrlichen Gespräch beginnen”, sagt Marschner. Das bedeutet, dass man den Besuchern klar machen muss, dass ein Kleinkind ein schwaches Immunsystem hat. Deshalb ist es in Ordnung, wenn Eltern potenzielle Besucher fragen, ob sie in letzter Zeit mit kranken Menschen zu tun hatten.

“Wenn jemand zu Besuch kommt, der ein krankes Kind zu Hause hat, könnte er das Virus oder die Krankheit auf das Baby übertragen, auch wenn die Eltern keine Symptome zeigen”, warnt Marschner.

Welche Grundregeln du aufstellen solltest

Da manche Menschen sich vielleicht falsch erinnern oder einfach nicht wissen, ob sie etwas Schlimmes in sich tragen, sollten Eltern ein paar Grundregeln für das Treffen mit dem Baby aufstellen. Erstens sollten sie darauf achten, dass sich alle die Hände waschen oder gleich an der Tür ein Händedesinfektionsmittel auftragen. Zweitens solltest du das Küssen deines Babys auf die engsten Verwandten beschränken und es nicht zu weit treiben. Schließlich solltest du Regeln aufstellen, wo das Kind gestupst und gekitzelt werden darf.

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“Berührungen sollten sich idealerweise auf Bereiche beschränken, die vom Gesicht oder sogar von den Händen entfernt sind”, sagt Marschner. “Babys stecken sich gerne die Hand in den Mund.”

Auch wenn all diese Vorbeugungsmaßnahmen ein guter Anfang sind, ist es wichtig, dass Eltern wissen, dass es aktive Möglichkeiten gibt, ihr Kind zu schützen und seine Immunität zu stärken, damit es keinem Ungeziefer zum Opfer fällt, das ins Haus kommt. Das Stillen zum Beispiel hilft dem Neugeborenen, eine gewisse Immunität von der Mutter zu erwerben. Auch wenn ältere Geschwister und Erwachsene, die regelmäßig mit dem Kind in Kontakt kommen, geimpft sind, kann das einen zusätzlichen Schutz bieten.

Marschner weist jedoch darauf hin, dass das Kind nicht für immer immun bleiben muss. Schon nach wenigen Monaten arbeitet das Immunsystem so gut, dass es sich in der keimbelasteten Umgebung einer Kita oder eines Kindergartens behaupten kann.

“Etwa ab dem sechsten Lebensmonat beginnt die Immunität zu greifen”, versichert Conner. “Sie werden häufig Erkältungen und Durchfallerkrankungen haben, aber das hilft ihnen, ihre Immunität aufzubauen.”

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