Hausarbeit hilft Kindern, Verantwortung zu lernen und eine gute Arbeitsmoral zu entwickeln. Studien haben sogar ergeben, dass Hausarbeit mit besseren Leistungen in der Schule und im späteren Berufsleben zusammenhängt. Aber das Thema Hausarbeit kann auch ganz schön emotional werden. Eltern, die von ihren Kindern zu viel verlangen, können zum Beispiel frustriert sein, wenn sie ihre Arbeit nicht fertigstellen. Andererseits machen sich manche Eltern Sorgen, dass Hausarbeiten eine unangemessene Belastung für ihre kostbaren Engel sein könnten.

Aber zwischen zu viel und zu wenig Hausarbeit gibt es eine Goldlöckchen-Zone. Um dorthin zu gelangen, müssen Eltern mit diesen weit verbreiteten Mythen aufräumen, die die ganze Familie vom Nutzen der Hausarbeit abhalten könnten:

Mythos Nr. 1: Kleine Kinder können keine Hausarbeit machen

Kinder können schon im Alter von 3 Jahren mit der Hausarbeit beginnen, was Eltern, die glauben, dass ihre Vorschulkinder nur Unordnung machen können, wahrscheinlich schockieren wird. Aber das ist absolut richtig, solange die Aufgaben altersgerecht sind. Ein 3-Jähriger hat nicht das Zeug dazu, den Rasen zu mähen, aber er oder sie kann Stöcke aufsammeln, bevor du mit dem Mähen beginnst. Sie können auch mit einem feuchten Tuch über ein Regal streichen oder ihr Spielzeug und ihre Kleidung aufheben. Wenn du früh damit anfängst, sehen Kinder das Helfen im Haus als einen normalen Teil des Familienlebens an.

Mythos Nr. 2: Kinder sollten für Hausarbeiten bezahlt werden

Die Forschung zeigt, dass Kinder, die nicht für Hausarbeiten bezahlt werden, mehr von den Aufgaben profitieren, die sie erledigen. Das liegt daran, dass Kinder, die ihre Aufgaben ohne Bezahlung erledigen, verstehen, dass die Belohnung das Gefühl ist, zum Wohl der Familie beizutragen. Indem sie mit Geld belohnt werden, vermitteln sie die Botschaft, dass jede gute Tat ihren Preis haben sollte.

Das heißt nicht, dass Kinder kein Taschengeld bekommen sollten. Aber das Taschengeld sollte nicht direkt an die Hausarbeit gekoppelt sein. Die Arbeit für Menschen, die du liebst, und der Beitrag zu einem Haushalt, von dem du profitierst, sollte Motivation genug sein, um etwas zu tun. Und wenn ein Kind früh genug damit anfängt, wird es das auch.

Mythos Nr. 3: Kinder sollten gezwungen werden, Hausarbeiten zu erledigen

Kinder zu irgendetwas zu zwingen, ist in der Regel nicht der beste Weg, Kinder zu erziehen. Zwang führt zu Konflikten. Konflikte führen oft zu Unmut. Und Unmut ist der Ausgangspunkt für Respektlosigkeit und störendes Verhalten.

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Das heißt aber nicht, dass Eltern mit zurückhaltenden Kindern die Hausarbeit aufgeben sollten. Es erfordert vielleicht nur ein wenig Kreativität. Eltern können die Hausarbeit als Spiel oder als Gelegenheit zum Erlernen einer neuen Fähigkeit sehen. Eltern können ihr Kind auch bitten, verschiedene Aufgaben oder kleinere Teile größerer Aufgaben auszuprobieren, bis es etwas findet, das ihm Spaß macht.

Mythos Nr. 4: Hausarbeit sollte keinen Spaß machen

Es gibt keine Regel, die besagt, dass sich Hausarbeit wie Hausarbeit anfühlen muss. Versuche, die Aufgabe mit Liedern, Musik oder Tanzpausen zu untermalen. Verwandle die Hausarbeit in ein Spiel, vor allem wenn deine Kinder einen Wettbewerbsvorteil haben. Das Wichtigste ist, dass Kinder wissen, dass es in Ordnung ist, zu pfeifen, zu lachen oder andere fröhliche Geräusche zu machen, während sie arbeiten.

Mythos Nr. 5: Kinder sollten Hausarbeiten ohne Hilfe erledigen

Kinder lernen am besten durch Vorbilder, was bedeutet, dass du dir vielleicht die Hände schmutzig machen musst. Eltern sollten ihren jüngeren Kindern anfangs zur Seite stehen, um ihnen die richtige Technik zu zeigen. Wenn das Kind älter wird, können die Eltern sich zurückziehen oder die Kinder können losgeschickt werden, um eine gut eingeübte Aufgabe allein zu erledigen. Aber auch dann ist die Motivation und das Gefühl der Teamarbeit größer, wenn die ganze Familie mitmacht. Das kann bedeuten, dass alle zur gleichen Zeit ihre Aufgaben erledigen und gemeinsam dafür sorgen, dass der Haushalt sauberer und schöner wird.

Mythos Nr. 6: Eltern sollten Perfektion verlangen

Die Qualität der Arbeit eines Kindes sollte anhand seines Alters und seiner Fähigkeiten beurteilt werden. Wenn du deinen Vierjährigen bittest, die Regale abzustauben, wird Staub zurückbleiben. Wenn du einen Zweitklässler bittest, die Wäsche zu falten, dann erwarte keine Knitterfalten auf Einzelhandelsniveau. Du erteilst diese Aufgaben sicher nicht, weil du sie nicht selbst erledigen kannst, sondern um deinen Kindern Arbeitsmoral beizubringen. Ist es also wirklich wichtig, wie die Kleidung in der Schublade aussieht? Denke daran, deine Erwartungen zu kontrollieren und dich darauf zu konzentrieren, warum du überhaupt Hausarbeiten verteilt hast.

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