Die Welt wächst, Systeme, die jahrzehntelang nicht hinterfragt waren, werden in Frage gestellt, Identitäten werden stärker und vielfältiger und Organisationen von Schulen bis hin zu Unternehmen erkennen den Wert von Vielfalt und ergreifen Maßnahmen, um sie in ihren Reihen zu erhöhen.

In diesem Umfeld wird Empathie – die Fähigkeit, die Gefühle anderer Menschen zu verstehen und zu teilen – immer wertvoller. Und zum Glück für Eltern ist dies eine Fähigkeit, die mit der Zeit aufgebaut werden kann, eine Gewohnheit, die Kindern eingeimpft werden kann und die sich bis ins Erwachsenenleben hinein weiterentwickelt, wo sie ihnen hilft, bessere Mitarbeiter/innen, Führungskräfte und Eltern zu sein. Am besten fängst du mit Zuhören an, denn nur wenn du die Erfahrungen anderer aufnimmst, kannst du ihre Gefühle nachvollziehen. Ein guter Zuhörer zu sein bedeutet auch, dem Sprecher das Gefühl zu geben, dass er gehört wird, was die Temperatur in einer hitzigen Situation senken und verhindern kann, dass Feindseligkeit entsteht.

Hier sind einige Dinge, die Eltern tun können, um das Einfühlungsvermögen ihrer Kinder zu fördern und sie nicht nur zu einem guten Menschen zu machen, sondern zu einem, der auf zukünftigen Erfolg vorbereitet ist.

Gehe mit gutem Beispiel voran und teile deine Gefühle mit deinen Kindern

Über die eigenen Gefühle zu sprechen und deine Kinder nach ihren zu fragen (und ihnen aufmerksam zuzuhören), sind Strategien, die Eltern früh und oft anwenden sollten. In der frühen Kindheit sind Kinder von Natur aus egozentrisch, d.h. sie bilden ihre moralischen Positionen auf der Grundlage dessen, was ihre Familie als gutes Verhalten belohnt. Wenn du also bewusst den Ausdruck von Gefühlen belohnst und den Emotionen anderer zuhörst, kannst du die Zeit nutzen, bevor sich ihr Einfluss vervielfacht.

Ermutige sie dazu, mit Puppen zu spielen, vor allem, wenn du nicht mit ihnen spielen kannst

Man könnte meinen, dass Kinder nur dann Empathie entwickeln können, wenn sie mit anderen Menschen zusammen sind, aber eine aktuelle Studie der Universität Cardiff hat gezeigt, dass beim Spielen mit Puppen Gehirnregionen aktiviert werden, die mit sozialer Informationsverarbeitung und Empathie zu tun haben, auch wenn sie alleine spielen. Das deutet darauf hin, dass das Spielen mit Puppen das Einfühlungsvermögen auch beim Solospiel fördern kann. Im Vergleich dazu wurden beim Spielen mit einem Tablet nicht die gleichen Bereiche aktiviert, die mit der Entwicklung von Empathie in Verbindung stehen.

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Bestätige ihre Gefühle

Im Nachhinein wissen Eltern, dass es keinen Grund gibt, sich vor dem Monster unter dem Bett zu fürchten oder wütend zu sein, wenn man sie auffordert, Gemüse zu essen. Kinder wissen das natürlich nicht, deshalb besteht die Gefahr, dass sie ihre Gefühle abtun. Stattdessen sollten sie diese Gefühle anerkennen und Fragen dazu stellen. “Wenn ein Elternteil Gefühle anerkennt und benennt, fühlt sich das Kind verstanden. Das Gefühl, von anderen verstanden zu werden, trägt dazu bei, die Fähigkeit zu entwickeln, dies auch später im Umgang mit anderen zu tun, was eine grundlegende Komponente der Empathie ist”, sagt die Psychologin Dr. Ines Brechbühl.

Sei realistisch beim gemeinsamen Spielen

Spielzeug ist toll, um Kinder zu unterhalten, während Eltern sich um andere Dinge kümmern, aber Eltern müssen sich trotzdem Zeit nehmen, um mit ihren Kindern (und den Puppen ihrer Kinder) zu spielen. Wenn du das tust, tu so, als wären die Puppen genau wie du, verarbeite Gefühle und zeige einfühlsames Verhalten. Stelle Fragen dazu, wie sich die Puppen in ihren imaginären Situationen fühlen. Indem sie die Emotionen der imaginären Persönlichkeiten ihrer Puppen verbalisieren und berücksichtigen, üben die Kinder, ihre eigenen Emotionen zu verbalisieren und die Emotionen anderer in Zukunft zu berücksichtigen.

Lies mit den Charakteren im Kopf

Wenn du deinen Kindern Geschichten vorliest oder mit ihnen liest, frag sie, warum sie glauben, dass die Figuren so handeln, fühlen oder denken, wie sie es tun. Geh noch einen Schritt weiter und spiele die Geschichten mit Puppen nach. So lernst du, wie wichtig es ist, andere zu verstehen, und gibst deinem Kind gleichzeitig die Möglichkeit, kreativ zu sein. Das Vorlesen und Nachspielen von Geschichten ist eine gute Gelegenheit für dein Kind, sich von seinem eigenen Standpunkt zu lösen – ein notwendiger Schritt, um die Egozentrik der frühen Jahre hinter sich zu lassen.

Lerne andere Menschen kennen, die ein anderes Leben führen

Zum Beispiel, indem du ehrenamtlich bei einer örtlichen Wohltätigkeitsorganisation arbeitest. Oder Dokumentarfilme über weit entfernte Orte anschaust. Oder an einer Demonstration für eine Sache teilnehmen, die sie nicht direkt betrifft. Oder indem du ihnen eine Puppe schenkst, deren Geschichte in einer Welt angesiedelt ist, die weit von ihrer eigenen entfernt ist. Kinder können viel lernen, wenn sie sehen, wie andere Menschen leben und, wenn möglich, an der Lösung von Problemen mitarbeiten, die sie nicht selbst erlebt haben.

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