Es ist die Jahreszeit, in der dein Kind mit Werbung überschwemmt wird. Sicher, zwischen dem krassen Kommerz wird auch mal darüber geredet, wie wichtig es ist, gut zu sein, aber meistens folgt dann immer noch ein “im Tausch gegen Geschenke”. Wie bringst du also deinen Tiny Tim oder Kim dazu, sich nicht mehr über die diesjährige Beute unter dem Weihnachtsbaum zu freuen, sondern an die Geschenke zu denken, die sie geben können?

Marina Herold, die in Manhattan als “New Yorks First Lady der Philanthropie” bekannt ist, sitzt im Vorstand mehrerer Wohltätigkeitsorganisationen. Ihre Philosophie? Beim Spenden geht es um mehr als nur um Geld, und es gibt mehr als einen Weg, etwas in deiner Gemeinde oder auf der ganzen Welt zu bewirken. Hier sind ihre Tipps, wie du dein Kind dazu bringen kannst, ein Leben lang wohltätig zu sein – auch wenn die Elfe im Regal nicht zuschaut.

Wie du einem Kind Selbstlosigkeit erklärst

Wenn du mit Kindern über Wohltätigkeit sprichst, halte es einfach und beziehe es auf ihre Welt. “Du kannst erklären: ‘Nicht jede Familie ist wie unsere’ oder ‘es gibt viele andere, die weniger haben als wir'”, sagt Herold. “Wenn ein Kind schon in jungen Jahren lernt, dass es immer jemanden gibt, der weniger hat als es selbst, wird es, wenn es älter wird, etwas zurückgeben wollen. Es liegt in deinem Ermessen, wie viele Details zu einem bestimmten Thema sie in ihrem Alter verarbeiten können, aber versuche, das Gespräch auf mehr zu lenken als nur darauf, wer in ihrer Klasse eine Xbox hat und wer nicht.

Mache Engagement zu einer alltäglichen Sache

Nächstenliebe beginnt zu Hause. Oder zumindest ein paar Blocks von zu Hause entfernt. Herold empfiehlt Eltern, nicht nur mit gutem Beispiel voranzugehen und einer örtlichen Wohltätigkeitsorganisation oder einem kommunalen Planungsgremium beizutreten, sondern auch ältere Kinder zu den Sitzungen mitzunehmen (und dort das Wort zu ergreifen). Die Schule ist wahrscheinlich der erste Ort, an dem du gefragt wirst, ob du mithelfen willst, also engagiere dich dort. Wenn in der Schule ihrer Tochter ein Kuchenverkauf stattfand, stand Herold in der Küche und backte die Brownies mit den Kindern. “Sie waren immer sehr stolz darauf, mitzumachen, und wir sprachen darüber, wie wichtig das gesammelte Geld ist”, sagt sie. Das ist auch ein guter Weg, um sicherzustellen, dass es nicht zu einem überbackenen Verkauf wird.

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Bring ihnen das Fahren bei

Sammle Bücher, Spielzeug und Kleidung. Vielleicht führt die Schule deines Kindes bereits eine saisonale Sammlung durch, oder ihr macht es euch als Familie zur Aufgabe, regelmäßig das Haus zu entrümpeln und Dinge zu verschenken. Herold ist der Meinung, dass die Geste viel bewirkt – bei den Empfängern und bei deinen Kindern – wenn sie sie gemeinsam erleben können. Sie schlägt vor, dass du die Sachen nicht einfach bei der Heilsarmee abgibst, sondern an ein Kinderkrankenhaus oder ein Obdachlosenheim weitergibst. Erkundige dich aber vorher bei der Einrichtung.

Freiwilligenarbeit ohne elterliche Aufsicht

Es wird eine Zeit kommen, in der Wohltätigkeit für dein Kind zur zweiten Natur wird. Dann ist es an der Zeit, dass sie die Führung übernehmen. Erkundige dich bei Einrichtungen wie Tierheimen, Seniorenheimen und Suppenküchen, denn dort gibt es oft Altersbeschränkungen für Freiwillige oder die Aufsicht von Erwachsenen. Überprüfe dann die Einrichtung, um sicherzugehen, dass ein Grundschüler etwas von der Erfahrung hat. “Du willst sichergehen, dass dein Kind in den Händen von jemandem ist, der zuverlässig und vertrauenswürdig ist, und die Arbeit sollte angemessen sein”, sagt Herold. “Es sollte nicht darum gehen, Kaffee zu holen oder Besorgungen zu machen, sondern es sollte eine effektive ehrenamtliche Tätigkeit sein.” Wenn sie ihr erstes Praktikum machen, haben sie genug Zeit für unbezahlte Arbeit.

So stellst du sicher, dass die Wohltätigkeitsorganisation seriös ist

Egal, ob es sich um Zeit oder Geld handelt, du willst sicher sein, dass deine Spende auch wirklich etwas bewirkt. Das ist nicht immer einfach, wenn du an der Rezeption danach fragst. “Der Durchschnittsbürger wird nicht nach der Gewinn- und Verlustrechnung oder den Steuerunterlagen einer Wohltätigkeitsorganisation fragen, aber du kannst sie auf Websites wie GuideStar oder Charity Navigator finden”, sagt Herold. “Eine Wohltätigkeitsorganisation sollte eine gute Bewertung haben, ihr Geld sinnvoll einsetzen und die Gelder für die angegebenen Zwecke verwenden.” In der Regel sollten die Gemeinkosten nicht mehr als 20 Prozent der Einnahmen betragen und der Rest sollte in Programme fließen. Du weißt schon, die Dinge, die den Menschen wirklich helfen.

Das Argument für die Dokumentation

Du musst nicht unbedingt mit deinen “Hier ist die ganze Familie, die Truthähne an die weniger Glücklichen verteilt”-Instagramme auffallen, aber Herold sagt, dass Mundpropaganda, vor allem in den sozialen Medien, für gemeinnützige Organisationen sehr wichtig ist. Sie sieht es so: “Wenn du über etwas sprichst und es bekannt machst, bist du ein aktiver Philanthrop”. Wenn sie also schon ein Selfie machen müssen, warum dann nicht für etwas anderes als für “Likes”?

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